Krieg

Schwyz-Hotelier hat «Totalausfall» wegen Iran-Krieg

Andrea Schüpbach
Andrea Schüpbach

Schwyz,

Flüge aus China gestrichen – einem Schwyzer Hotelier fallen wegen des Iran-Kriegs plötzlich 20'000 Übernachtungen weg. «Ich zittere», sagt er.

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Stojan Stevanovic (r.) zusammen mit Star-Koch Nenad Mlinarevic (M.) im Jahr 2024 vor dem City Hotel in Brunnen SZ. - Instagram

Das Wichtigste in Kürze

  • Stojan Stevanovic betreibt das City Hotel in Brunnen sowie das Seehotel in Seewen.
  • Seit 2016 setzt er in beiden Betrieben auf chinesische Gäste.
  • Nun können viele von ihnen wegen des Iran-Kriegs nicht in die Schweiz fliegen.
  • Stevanovic spricht von einem «Totalausfall», er müsse wohl Kurzarbeit anmelden.

«Die chinesischen Gäste fallen ab sofort alle komplett weg. Für uns ist es ein Totalausfall.»

Für Stojan Stevanovic hat der Iran-Krieg bittere Konsequenzen, wie er dem «Bote der Urschweiz» erzählt. Er betreibt im Kanton Schwyz das City Hotel in Brunnen sowie das Seehotel in Seewen.

In beiden Betrieben setzt Stevanovic seit 2016 auf chinesische Gäste. Aufgrund von gestrichenen Flugverbindungen fallen diese nun komplett aus. Der Hotelier spricht von «rund 20'000 Übernachtungen», die verlorengehen.

32 Mitarbeitende – es braucht wohl Kurzarbeit

Mehr als 80 Prozent seiner über 100 Zimmer habe er an Reiseveranstalter aus China vermietet. «Ich zittere, es wird ein schlechter Sommer», sagt Stevanovic.

Auch wenn der Krieg innert Wochen enden würde – er rechne nicht damit, dass die Chinesen bald wieder anreisen. «Chinesen sind von Natur aus eher vorsichtig.»

Machst du gerne Ferien in der Schweiz?

Die Konsequenzen? Die sind gravierend.

Stevanovic beschäftigt 32 Mitarbeitende in beiden Betrieben. Er würde sie gerne behalten, gute Mitarbeiter seien nur schwer zu finden. Kurzarbeit sei aber wohl unumgänglich.

Poker-Spiel um Entschädigungen mit den China-Reiseveranstaltern

Was Stevanovic weiter Sorgen macht: Seine Versicherung werde den Ausfall der chinesischen Gäste wohl nicht kompensieren.

Genauso wenig dürfe er Entschädigungen von den chinesischen Reiseanbietern erwarten.

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Auch am 5. März schlagen in Teheran Raketen ein. Das hat auch Auswirkungen auf den Tourismus in der Schweiz. - keystone

Eigentlich wären diese laut Stevanovic zwar in der Pflicht, für die ersten zehn Tage die Hälfte der Kosten zu übernehmen.

Stevanovic verzichtet aber – und vergleicht die Situation mit einem Poker-Spiel. «Wenn ich jetzt auf meine Forderungen bestehe, mache ich mir die Zukunft mit den chinesischen Anbietern kaputt.»

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Kommentare

User #1434 (nicht angemeldet)

Unternehmerisches Risiko 🤷‍♂️

User #3768 (nicht angemeldet)

Den. Brandopfern von Crans wird auch nur knausrig geholfen und die Steuerzahler sind der Ansicht das sei viel zu viel!!

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