«Schweizer Elon Musk» Jaussi zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt
Das Freiburger Wirtschaftsstrafgericht hat Pascal Jaussi am Montag zu einer fünfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Unternehmer wurde unter anderem wegen Veruntreuung, Betrugs, Urkundenfälschung und Brandstiftung für schuldig befunden.

Einst als «Schweizer Elon Musk» gefeiert, versprach der Gründer von Swiss Space Systems (S3), den Zugang zum Weltraum zu revolutionieren. Mit dem Plan, Minisatelliten ins All zu schicken und «Zero-Gravity»-Flüge anzubieten, sammelte Jaussi grosse Geldsummen.
Allein der Ticketverkauf für die Schwerelosigkeitsflüge brachte 1,64 Millionen Franken ein – abgehoben ist aber niemand. Stattdessen endete der Traum im Konkurs. Jaussi hinterliess laut Anklage ein Defizit von 31,6 Millionen Franken.
Die Staatsanwaltschaft warf Jaussi vor, Gelder für unrealistische Projekte verschleudert, die Justiz getäuscht und als Betrüger agiert zu haben. Sie forderte acht Jahre Gefängnis. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch und zeichnete das Bild eines Visionärs, der vom eigenen Projekt überfordert wurde.










