Schweizer Automarkt 2021 von Corona ausgebremst

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Schweizer Automarkt 2021 hat erneut unter dem Coronavirus gelitten. Trotz mehr Verkäufen als im Jahr 2020 fielen die Neuanschaffungen verhalten aus.

    Obwohl 2021 mehr Autos gekauft wurden als im Vorjahr, lag die Zahl an Neuimmatrikulationen erneut unter dem Niveau von vor der Pandemie. (Archivbild)
    Obwohl 2021 mehr Autos gekauft wurden als im Vorjahr, lag die Zahl an Neuimmatrikulationen erneut unter dem Niveau von vor der Pandemie. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizer Autoindustrie litt 2021 erneut unter dem Coronavirus.
    • Es wurden zwar mehr Autos verkauft als 2020 - doch noch immer weniger als 2019.
    • Auch die Zahl der Neuimmatrikulationen lag erneut unter dem Vor-Corona-Niveau.

    Die Schweizerinnen und Schweizer haben im vergangenen Jahr zwar mehr Autos gekauft als 2020. Der Anstieg bei den Neuanschaffungen fiel jedoch verhalten aus. Die Zahl an Neuimmatrikulationen lag erneut unter dem Niveau von vor der Pandemie. Dies teilte der Verband Auto Schweiz am Montag mit.

    Konkret legten die Neuimmatrikulationen 2021 um 0,7 Prozent auf 238'481 zu. Im Jahr 2019 waren es noch 311'466. Auto Schweiz schreibt daher von einem herausfordernden Jahr. Es sei von Lieferschwierigkeiten aufgrund des Mangels an elektronischen Bauteilen bei der Fahrzeugproduktion und internationalen Transporteinschränkungen geprägt gewesen.

    Rückgang an Neuzulassungen gegen Ende des Jahres

    Vor allem zum Jahresende hin habe man einen Rückgang bei den Neuzulassungen verzeichnet. So seien im Dezember bloss deren 24'523 registriert worden, ein Minus von 16,7 Prozent zum Vorjahreswert. Damit sei der Dezember auch der vierte in Folge gewesen, in dem ein Rückgang zum jeweiligen Vergleichsmonat verzeichnet wurde. Das heisst es im Communiqué.

    Positiver sehe die Bilanz aus, wenn man nur die Fahrzeuge mit alternativen Antrieben betrachte. So habe der Marktanteil von Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben im Dezember mit 32,9 Prozent ein Monats-Rekordniveau erreicht.

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    Autohersteller und die Chipkrise: Die Lieferprobleme von Halbleitern hat nach wie vor massive Auswirkungen auf die Lieferbarkeit neuer Fahrzeuge. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

    Im Gesamtjahr 2021 stünden für E-Antriebe 22,5 Prozent Marktanteil zu Buche. Weitere 21,9 Prozent der Neuzulassungen entfielen auf Voll- und Mildhybride ohne Lademöglichkeit über das Stromnetz, teilte der Verband mit.

    Seit Beginn der Chipkrise hätten die Hersteller Modelle mit elektrischem Antrieb bei der Produktion bevorzugt. Diese Strategie habe sich in den vergangenen Monaten bezahlt gemacht. Sie spiegle sich nun auch bei den Kennzahlen wider, so die Erklärung.

    Mit Blick nach vorne gehe es nun darum, die Lieferschwierigkeiten von 2021 zu überwinden. Denn die langen Lieferfristen hätten der gesamten Branche zu schaffen gemacht. Dank der Prognosen von Automobil-Herstellern sei man optimistisch. Die Liefersituation werde sich spätestens im zweiten Halbjahr des neuen Jahres verbessern.

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