Wegen Crans-Montana: Berner Workspace streicht warmes Catering

Karin Aebischer
Karin Aebischer

Bern,

Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat in vielen Bereichen aufgerüttelt. Vor allem bei der Sicherheit. Auch der Workspace Welle 7 am Bahnhof Bern reagiert.

ad
Warme Buffets in Meetingräumen gibt es beim Workspace Welle 7 in Bern fortan keine mehr. (Symbolbild) - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem 1. Januar denken die Schweiz und das Umland anders über Brandschutz.
  • Wegen der Brandkatastrophe von Crans-Montana überarbeiten viele ihre Sicherheitskonzepte.
  • So auch der Workspace Welle 7 beim Bahnhof in Bern.

Turnvereine stopfen die Säle für Aufführungen weniger voll, Fasnachtscliquen limitieren die Gästezahl für ihre Keller, Restaurants rüsten sich mit Feuerlöschern aus und Behörden appellieren an ihre Sicherheitschefs.

Das verheerende Feuer in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ist in vielerlei Hinsicht prägend.

Unmittelbar nach dem Brand vom 1. Januar mit 41 Toten reagierten erste Gemeinden und sprachen ein Feuerwerksverbot im Innern aus.

Aktuell prüft die zuständige Ständeratskommission ein schweizweites Verbot von pyrotechnischen Gegenständen in Innenräumen.

Bis klar ist, ob Wunderkerzen und Bengal-Fackeln drinnen weiterhin angezündet werden dürfen, werden Private auf kleinerer Stufe aktiv.

So zum Beispiel der Workspace der Welle 7 am Bahnhof Bern. In den diversen Sitzungsräumen ist auch ein Catering verfügbar.

Doch: Seit der Tragödie im Wallis werden dort keine Speisen mehr gewärmt.

Hast du seit dem 1. Januar mehr Bedenken, wenn es um Brandschutz geht?

«Wir wurden kontaktiert mit der Erklärung, dass man aufgrund der Ereignisse in Crans-Montana das Sicherheitskonzept entsprechend überdacht habe», sagt ein Sitzungsraum-Mieter zu Nau.ch.

Rechauds für Wärmebehälter wird es somit in den Sälen keine mehr geben.

«Prozesse optimieren»

Die Miduca AG, zu welcher die Welle 7 gehört, bestätigt dies auf Anfrage von Nau.ch. «Die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität, weshalb wir unsere bestehenden Prozesse regelmässig überprüfen und optimieren.»

Im Zuge dieser Überprüfung sei kürzlich entschieden worden, «künftig konsequent auf warme Buffets in Meetingräumen zu verzichten.»

sdf
Der Workspace Welle 7 befindet sich beim Aufgang West des Bahnhofs in Bern. - keystone

In der Vergangenheit seien in Ausnahmefällen warme Buffets in Meetingräumen ermöglicht worden, schreibt das Unternehmen der Migros-Gruppe.

Im Restaurant hingegen werde es weiterhin warmes Essen geben. «Die warmen Speisen in unserem Restaurantbereich werden unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften von unseren Servicemitarbeitenden zubereitet und betreut», so Miduca.

Auf nationaler Ebene soll die Vorlage zum Feuerwerksverbot in Innenräumen in der Sommersession in den Ständerat gebracht werden.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

In Ausnahmefällen, also passt die Streichung und wird als Ausrede verkauft. Über Pyros usw.in geschlossrnen Öffentlichen Räumen, braucht es keine Diskussionen, sondern ohne wenn und aber, verboten. Sonst gibt es wieder so spezielle Ausnahmen und das für die ganze Schweiz. Brennt in Basel nicht anderst wie in Genf. Aber das ist meine Meinung.

User #1642 (nicht angemeldet)

Sind nun alle am Überdrehen? Solange die Sicherheit gewährleistet ist, muss man Nichts streichen. Im fatalen und traurigen Fall in Crans war es leider anders, und offensichtlich auch aus Geizgründen.

Weiterlesen

Start-up-Unternehmen
27 Interaktionen
Bern
Basler Fasnacht
6 Interaktionen
Basler Fasnacht
Crans-Montana VS
Crans-Montana-Inferno

MEHR AUS STADT BERN

BSV Bern
Handball
Farben Asphalt Aebischer Brechbühler
62 Interaktionen
In der Stadt Bern
Regierungsratswahl Raphael Lanz (SVP)
2 Interaktionen
Regierungsratswahl
Museumsnacht Bern
1 Interaktionen
Museumsnacht