Wegen Crans-Montana: Berner Workspace streicht warmes Catering
Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat in vielen Bereichen aufgerüttelt. Vor allem bei der Sicherheit. Auch der Workspace Welle 7 am Bahnhof Bern reagiert.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit dem 1. Januar denken die Schweiz und das Umland anders über Brandschutz.
- Wegen der Brandkatastrophe von Crans-Montana überarbeiten viele ihre Sicherheitskonzepte.
- So auch der Workspace Welle 7 beim Bahnhof in Bern.
Turnvereine stopfen die Säle für Aufführungen weniger voll, Fasnachtscliquen limitieren die Gästezahl für ihre Keller, Restaurants rüsten sich mit Feuerlöschern aus und Behörden appellieren an ihre Sicherheitschefs.
Das verheerende Feuer in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ist in vielerlei Hinsicht prägend.
Unmittelbar nach dem Brand vom 1. Januar mit 41 Toten reagierten erste Gemeinden und sprachen ein Feuerwerksverbot im Innern aus.
Aktuell prüft die zuständige Ständeratskommission ein schweizweites Verbot von pyrotechnischen Gegenständen in Innenräumen.
Bis klar ist, ob Wunderkerzen und Bengal-Fackeln drinnen weiterhin angezündet werden dürfen, werden Private auf kleinerer Stufe aktiv.
So zum Beispiel der Workspace der Welle 7 am Bahnhof Bern. In den diversen Sitzungsräumen ist auch ein Catering verfügbar.
Doch: Seit der Tragödie im Wallis werden dort keine Speisen mehr gewärmt.
«Wir wurden kontaktiert mit der Erklärung, dass man aufgrund der Ereignisse in Crans-Montana das Sicherheitskonzept entsprechend überdacht habe», sagt ein Sitzungsraum-Mieter zu Nau.ch.
Rechauds für Wärmebehälter wird es somit in den Sälen keine mehr geben.
«Prozesse optimieren»
Die Miduca AG, zu welcher die Welle 7 gehört, bestätigt dies auf Anfrage von Nau.ch. «Die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität, weshalb wir unsere bestehenden Prozesse regelmässig überprüfen und optimieren.»
Im Zuge dieser Überprüfung sei kürzlich entschieden worden, «künftig konsequent auf warme Buffets in Meetingräumen zu verzichten.»

In der Vergangenheit seien in Ausnahmefällen warme Buffets in Meetingräumen ermöglicht worden, schreibt das Unternehmen der Migros-Gruppe.
Im Restaurant hingegen werde es weiterhin warmes Essen geben. «Die warmen Speisen in unserem Restaurantbereich werden unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften von unseren Servicemitarbeitenden zubereitet und betreut», so Miduca.
Auf nationaler Ebene soll die Vorlage zum Feuerwerksverbot in Innenräumen in der Sommersession in den Ständerat gebracht werden.












