Schritte in Richtung Waffenstillstand für Kongo bei Montreux VD

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Montreux,

Seit Montag werden die Gespräche zwischen den kongolesischen Behörden und der Rebellengruppe «M23» an einem geheim gehaltenen Ort in der Schweiz ausgerichtet. Nun wurde bei Montreux VD eine Zwischenvereinbarung unterzeichnet.

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Seit Montag werden die Gespräche zwischen den kongolesischen Behörden und der Rebellengruppe «M23» an einem geheim gehaltenen Ort in der Schweiz ausgerichtet. (Symbolbild) - keystone

Am Abkommen vom Mittwoch über die Überwachung des Waffenstillstands sollen unter der Leitung der Internationalen Konferenz zur Region der Grossen Seen beide Parteien – Regierung und Rebellen – gleichermassen beteiligt werden. Über die neue Vereinbarung hatten zahlreiche kongolesischen und ruandischen Medien übereinstimmend berichtet.

Die Schweiz ist Gastgeber der Gespräche und stellt den Konfliktparteien neben den Vermittlern aus Katar und den USA ihr Fachwissen zur Verfügung. Die neunte Gesprächsrunde wurde aufgrund der instabilen Lage im Nahen Osten in der Nähe von Montreux organisiert.

Auch in diesem Jahr hält die Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) weiter an. Die Gewalttaten Anfang 2025 im Osten der DRK hatten Tausende Opfer gefordert, nachdem die M23 die Provinzhauptstadt Goma und mehrere weitere Städte eingenommen hatte. Eine Million Menschen waren vertrieben worden.

Eine Untersuchungsmission der UNO kam daraufhin zu dem Schluss, dass die Rebellen Handlungen begangen hatten, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommen. Der kongolesischen Armee und ihren Verbündeten wurden Handlungen vorgeworfen, die Kriegsverbrechen gleichkommen. Eine internationale Untersuchungskommission soll nun die Ermittlungen fortsetzen. Letztere hat ihre Arbeit aufgrund der Liquiditätskrise bei der UNO jedoch noch nicht aufgenommen.

Im rohstoffreichen Osten der DRK herrscht seit Jahren Gewalt. Mehr als hundert Milizen kämpfen dort um Kontrolle über Rohstoffvorkommen wie Coltan, Kupfer und Kobalt. Besonders bekannt ist die M23, die grosse Teile der Provinzen Nord- und Süd-Kivu in ihre Gewalt gebracht hat.

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