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SBB: Am Bahnhof Bern lenkt jetzt Security die Pendler

Laufrichtung-Pfeile waren gestern – nun sorgen am Bahnhof Bern Security-Mitarbeiter dafür, dass nur auf der rechten Seite gelaufen wird. Warum? Die SBB erklärt.

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Die Security-Mitarbeiter der SBB ziehen die Blicke auf sich. - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Bahnhof Bern regeln jetzt Security-Mitarbeiter den Pendler-Verkehr.
  • Früher gab es Pfeile am Boden, die die Leute auf die rechte Seite weisen sollten.
  • Die SBB will damit der Baustelle in der Unterführung entgegenwirken.

«Ich fühlte mich wie auf der Autobahn-Einfahrt», sagt Iris K.* Die Pendlerin aus Zürich reist beruflich einmal die Woche nach Bern. Am Mittwoch fiel ihr sofort auf, dass hier etwas anders ist als sonst.

Bislang kannte sie nur die gelben Pfeile, die vor Jahren Zug-Reisende zum Rechtslaufen animieren sollten. Diese sind längstens wieder verschwunden.

Jetzt regeln im Bahnhof Bern aber plötzlich Security-Mitarbeiter den Pendler-Verkehr. Die Mitarbeiter der SBB stehen in der Unterführung zu den Gleisen. Ihr Ziel: Alle sollen auf der rechten Seite marschieren.

«Weisch, müesse d Lüt länke, het süsch z viu», erklärt einer von ihnen auf Berndeutsch.

«Ich finde die Massnahme gut. In der Rushhour am Bahnhof Bern muss man ständig ausweichen, um nicht mit jemandem zusammenzuknallen...», so die Meinung von Iris.

«Kundenlenkende» lenken auch am Wochenende

Aber Achtung: «Gar nicht so einfach ist es, sich wieder in den Pendlerstrom einzufügen. Wenn man zum Beispiel kurz zum Kiosk gegangen ist.» Eben – wie bei einer Autobahn-Einfahrt.

Nau.ch-Bilder vom Samstag zeigen, dass die Pendler-Securitys nicht nur unter der Woche im Einsatz sind. Das bestätigt auch die SBB.

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Dieses Bild vom Samstagabend zeigt: Auch die Mitarbeiter der SBB können nicht immer verhindern, dass es zu Gegenverkehr kommt. - Nau.ch

Mediensprecherin Mara Zenhäusern nennt die Angestellten «Kundenlenkende». Sie seien seit vergangener Woche in der Unterführung des Bahnhofs Bern zu den Hauptverkehrszeiten im Einsatz.

Als Grund dafür nennt Zenhäusern die laufenden Bauarbeiten und «temporäre Einschränkungen».

Acht Jahre Baustelle am Bahnhof Bern

Wer viel am Bahnhof Bern unterwegs ist, ist sich Baustellen gewohnt. Acht Jahre ist es nun her, seit die Arbeiten für den neuen RBS-Tiefbahnhof sowie die SBB-Unterführung in Angriff genommen wurden.

SBB-Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Pendler-Verkehr besser fliesst: eine gute Lösung?

Besonders eng wurde es nun aber, als zwischenzeitlich auch noch eine weisse Schutzwand kurz vor dem «Treffpunkt» aufgebaut wurde.

Diese ist mittlerweile zwar wieder abgebaut. Dennoch hat die SBB mit den Einweisern Massnahmen gegen das Pendlergedränge ergriffen.

Zürcherin Iris wünscht sich Pendler-Security auch am HB

«Es handelt sich um eine vorübergehende Vorsichtsmassnahme.» Man ist überzeugt, dass die «Kundenlenkenden» bereits Wirkung zeigten. «Die Pendlerströme fliessen dadurch besser.»

An anderen Bahnhöfen gibt es die Securitys übrigens nicht.

Pendlerin Iris sagt ein bisschen neidisch: «Ich würde es gut finden, wenn es solche Pendlerstromlenkungen auch am Hauptbahnhof Zürich gäbe. Dort muss man auch ständig Leuten ausweichen. Erschwerend dazu kommt, dass manche Leute ins Handy starren.»

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Kommentare

User #3911 (nicht angemeldet)

In der Mega-City Tokyo klappt das Laufen auf zwei Linien wunderbar. Nur in der Schweiz schaut jeder lieber für sich. Sieht man auch täglich auf der Rolltreppe.

User #5698 (nicht angemeldet)

traurig das man nicht nebeneinander durchkommt und man auf dem trottoir oder unter den lauben laufen muss wie auf der strasse nur weil einige meinen sie können einfach gerade aus laufen und alle anderen sollen rücksicht nehmen oder man läuft voll in sie rein weil sie die frechheit haben und nicht auf die seite gehen

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