Regen, Hagel, Überschwemmungen. Der Sommer überzeugt bisher nicht. Foodtrucks und Streetfood-Anbieter trifft das hart. Nicht nur das Wetter ist ein Problem.
Foodtruck
Schlechtes Wetter vermiest Foodtruck-Unternehmern das Geschäft. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Regen und Gewitter dominierten diesen Sommer bisher.
  • Schlechtes Wetter drückt die Umsätze von Foodtrucks & Streetfood-Unternehmern.

Der Sommer hat sich dieses Jahr bisher selten von seiner schönen Seite gezeigt. Statt Sonnenbaden gab es Hagel, Starkregen und Gewitter.

Auf gutes Wetter angewiesen sind alle, die im Sommer draussen ihr Geld verdienen. Etwa Veranstalter von Streetfood-Events oder Foodtrucks.

Andreas Seiler ist Präsident vom Foodtruck Verband Schweiz und betreibt die Plattform Foodtrucks Schweiz. Er klagt über schlechtes Timing: «Kurz nachdem erste grössere Events zugelassen wurden, kam das Unwetter. Einige Anlässe sind deshalb komplett ins Wasser gefallen – etwa in Bern oder Olten.»

Streetfood
Eigentlich locken Streetfood-Festivals Tausende Besucher an. - Keystone

Nicht alle Foodtrucks sind vom schlechten Wetter gleich betroffen. «Das Tagesgeschäft ist weniger wetterabhängig als Events. Denn egal ob Regen oder Sonne, die Leute sind vor Ort und haben Hunger – wenn nicht gerade Homeoffice-Pflicht herrscht.» Stärker betroffen seien Freizeit-Angebote ohne Vorverkauf.

Schlechtes Wetter und Corona-Massnahmen

Das weiss auch Rolf Arnet, Besitzer von Hannibal Events. Er führt jährlich mehrere Streetfood-Events durch und zieht aktuell eine sehr durchzogene Bilanz. «Zum einen war das Wetter oft sehr schlecht», sagt er. Wegen des Hochwassers musste er das Festival in Olten gar auf August verschieben.

Zum anderen machen ihm auch die Corona-Regeln Probleme. «Anfeindungen blieben hier leider auch nicht aus.» Es gäbe viel Erklärungsbedarf, sagt Arnet.

Burger
Foodtruck-Unternehmer hoffen jetzt auf schönere Tage. - Keystone

Wenig überraschend sind die Umsätze bisher nicht auf dem Niveau früherer Jahre. «Wir hoffen da aber auf die Solidarität der Besucher.» Zudem hofft Arnet, dass der Bund die Auflagen Streetfood Festivals im Aussenbereich lockert.

Optimismus überwiegt

Keinen direkten Vergleich hat man in Zürich bei Frau Gerolds Garten. Seit Anfang Juli betreibt das Unternehmen das Pop-up Micas Garten in Altstetten.

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Mitgründerin Katja Weber sagt: «Da ist dieses Jahr schon sehr gemein. Kälte und Regen sind beides keine Sommer-Merkmale.»

Aber es habe auch schöne Abende gegeben. «Wenn es schön ist, ist es dafür fast noch schöner.» Weber gibt sich darum auch optimistisch: «Der Sommer geht ja noch ein bisschen. Vielleicht gibt es ja einen bezaubernden Herbst

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