Jungfreisinnige

    Jungfreisinnige wollen AKW-Verbot aufheben

    Michael Bolzli
    Michael Bolzli

    Lutry,

    Die Jungfreisinnigen haben gestern Leitlinien für ein Positionspapier zur Klimapolitik definiert. Darin fordern sie die Aufhebung des AKW-Bauverbots.

    Andri Silberschmidt Jungfreisinnige
    Andri Silberschmidt Präsident der Jungfreisinnigen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Jungfreisinnigen wollen das AKW-Bauverbot wieder aufheben.
    • Am Kongress in Lutry wurde der Antrag mit grosser Mehrheit angenommen.

    Für einen Grossteil der Wissenschaftler ist klar: Der Klimawandel ist menschgemacht. Weniger klar sind die Lösungen, um das Problem anzugehen.

    Diskutiert wird über Solarenergie, Biomasse oder Windenergie. Atomkraft bleibt wegen radioaktivem Abfall unpopulär, obwohl der CO2-Ausstoss tief ist.

    Trotzdem scheint die Akzeptanz der AKWs in der Politik wieder zu steigen. Gestern haben die Jungfreisinnigen Leitlinien für ein Klimapapier verabschiedet. Dort steht drin: Aufhebung des Verbotes zum Bau von Atomkraftwerken.

    Diese Forderung geht auf einen Antrag der Jungfreisinnigen Nordwestschweiz zurück. Dieser wurde «mit grosser Mehrheit» gutheissen, wie Präsident Andri Silberschmidt gegenüber Nau sagt.

    AKW Leibstadt Jungfreisinnige
    Jungfreisinnige stellen das AKW-Verbot infrage. - Keystone

    Jungfreisinnige gegen Energiestrategie

    Mit Annahme der Energiestrategie 2050 hat sich die Schweiz gegen den Bau von neuen Kernkraftwerken entschieden. Dass die Jungfreisinnigen Atomkraft trotzdem nicht abschreiben, überrascht nicht: Die Jungpartei der FDP hat bereits die Vorlage der damaligen Bundesrätin Doris Leuthard bekämpft.

    Silberschmidt erklärt: «Die Jungfreisinnigen Schweiz haben die ES2050 abgelehnt, da diese ein Technologieverbot beinhaltet hat und wie man bereits kurz nach Inkraftsetzung der Regelungen sieht, verschiedene Massnahmen entweder viel teurer oder sehr unrealistisch sind.»

    Die Kernkraft nicht abschreiben will auch Horst-Michael Prasser. Im Interview sagt der ETH-Professor Labor für Kernenergiesysteme: «In der Schweiz deutet es sich immer mehr an, dass man ohne Gaskraftwerke zu bauen mit der Energiewende nicht über die Runden kommen wird.» In der Atomkraft sieht er darum eine klimafreundliche Alternative.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    1'792 Interaktionen
    ETH-Professor warnt
    Nicolas A. Rimoldi, Kampagnenleiter für ein E-Voting-Moratorium.
    30 Interaktionen
    «WTF?!?»
    FDP Gössi
    151 Interaktionen
    FDP für Klimaschutz

    MEHR IN POLITIK

    israel
    17 Interaktionen
    Kurz vor Wahlen
    9 Interaktionen
    Paris
    112 Interaktionen
    Kiew

    MEHR JUNGFREISINNIGE

    jf
    98 Interaktionen
    Fall für Justiz
    velo
    4 Interaktionen
    Bern
    48 Interaktionen
    Zürich
    bern altstadt
    1 Interaktionen
    Politik

    MEHR AUS LUTRY

    sdf
    Crans-Montana
    spital
    88 Interaktionen
    Per Telefon
    Crans-Montana
    Traurige Gewissheit
    Genfersee Lutry Badeunfall
    Im Genfersee