Studie

Reformierte Kirche plant Studie zu sexuellem Missbrauch

Keystone-SDA
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Bern,

Die Reformierte Kirche plant eine Studie zu sexuellem Missbrauch. Ein entsprechender Antrag wurde eingereicht.

Reformierte Kirche Lenk. - Simmental
Reformierte Kirche Lenk. - Simmental - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Die reformierte Kirche will eine Studie zu sexuellem Missbrauch durchführen. Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz hat diese Woche einen entsprechenden Antrag beim Kirchenparlament eingereicht, wie Präsidentin Rita Famos in einem Interview vom Sonntag sagte.

Die Untersuchung solle zeigen, wo und wie häufig Missbrauch geschieht, sagte Famos, die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, in einem zuerst online publizierten Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Die Studie soll nicht nur hinter die Kirchenmauern schauen. «Wir hoffen, dass die Resultate auch anderen Institutionen helfen, um gegen sexuellen Missbrauch vorzugehen», sagte sie. Eine separate Umfrage soll die Betroffenen im reformierten Umfeld ansprechen. «Wir wollen wissen: Wo und wie geschahen die Übergriffe, und was hat die Aufdeckung der Taten verhindert», sagte Famos.

Die Studie kostet voraussichtlich 1,6 Millionen Franken, wie aus dem Interview hervorging. Das Kirchenparlament, die Synode, werde im Juni über den Antrag befinden.

https://www.nzz.ch/schweiz/die-praesidentin-der-reformierten-sagt-wir-haben-von-missbrauchsopfern-zu-schnell-vergebung-eingefordert-ld.1828321

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Kommentare

L H

Missbrauch ist tatsächlich ein gesamtgesellschaftliches Thema. Dennoch ist niemand ausser die Kirchen als öffentlich-rechtliche Körperschaft anerkannt. Sie sollten deshalb spürbar besser als Familien oder Sportvereine, die sich nicht via Steuerzwang finanzieren können, in der Lage sein, Missbrauch zu verhindern. Die staatlichen Kirchenprivilegien stellen eine Verpflichtung dar bzw. die Verletzung des gewährten Vertrauens wiegt um so gravierender. Die offizielle Begründung des Staates für die Kirchenprivilegien ist ca. fünzig Jahre alt. Man merkt, dass ihr der Nachvollzug der substantiellen Entwicklung bezüglich Entkirchlichung sowie innerkirchlicher Missbrauch und deren Vertuschung fehlt. Der Staat, will er gesellschaftsnah sein, sollte sich überlegen, die Kirchenprivilegien im Verhältnis zum Mitglieder- und Bedeutungsrückgang der Kirchen zu reduzieren. Der Druck auf Kirchen heute noch gesamtgesellschaftlich relevant zu sein ist viel zu gross und stellt eine Dauerüberforderung dar. Man spreche diesbezüglich mal mit Kirchenangestellten... Der einzige Weg da raus, ist staatliches Downsizing.

User #5953 (nicht angemeldet)

Das Geld könnten Tierheime besser gebrauchen! Und es wäre erst noch sinnvoller!

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