Studie

Langzeitmieter zahlen bis zu 90 Prozent weniger als Neumieter

Keystone-SDA
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Zürich,

Wer lange in derselben Wohnung bleibt, zahlt weniger Miete. Der sogenannte «Verweilbonus» ist in vergangenen Jahren in die Höhe geschnellt.

Wohnung Bedürfnisse
Wohnungen entsprechen häufig nicht den Bedürfnissen ihrer Langzeitmieter. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bestehende Mieter zahlen weniger, als wenn dieselbe Wohnung neu ausgeschrieben würde.
  • Der sogenannte «Verweilbonus» ist bei vielen Mietverhältnissen präsent.
  • Das sorgt dafür, dass viele in Wohnungen bleiben, obwohl diese nicht mehr passen.

Bestehende Mieter zahlen weniger Miete, als wenn dieselbe Wohnung auf einer Immobilienplattform ausgeschrieben würde.

Dieser sogenannte «Verweilbonus» ist in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt, wie die Zürcher Kantonalbank (ZKB) berechnet hat.

Konkret ist die Differenz zwischen den Angebots- und Bestandsmieten schweizweit auf 21 Prozent gestiegen. 2023 hatte sie erst bei 14 Prozent gelegen.

Besonders hoch ist er in den Städten Zürich mit 33 Prozent und Genf mit sogar 58 Prozent.

Mieter bleiben in Wohnung – obwohl sie nicht mehr passt

Laut ZKB-Immobilienexpertin Ursina Kubli gibt es schon bei Mietverhältnissen von bis zu vier Jahren einen Verweilbonus von 15 Prozent. Bei Mietverhältnissen von über 45 Jahren mache er satte 90 Prozent aus.

Verweilbonus
Der sogenannte «Verweilbonus» ist in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt. - keystone

Dies sorge dafür, dass Mieter in Wohnungen blieben, die ihren Bedürfnissen gar nicht mehr entsprechen, so Kubli.

Sie bleiben zum Beispiel in zu grossen Wohnungen, obwohl die Kinder ausgezogen sind. Meist deshalb, weil die Miete für eine kleinere Wohnung höher ist als für die bestehende.

«Den Geheimtipp findet man eher über das persönliche Netzwerk»

Kubli relativiert allerdings: Der Vergleich von Angebots- und Bestandsmiete zeige nicht die ganze Wahrheit. Längst nicht alle Wohnungen, bei denen es zu einem Mieterwechsel kommt, würden auf Immobilienplattformen ausgeschrieben.

«Den Geheimtipp findet man eher über das persönliche Netzwerk.»

Entspricht deine Wohnung deinen aktuellen Bedürfnissen?

Und da werde der «Verweilbonus» oft an Nachmieter weitergegeben – zumindest teilweise. Dies habe eine Analyse von neuen Daten gezeigt.

Selbst wenn Langzeitmieter ausziehen, komme es durchschnittlich nur bei rund einem Drittel zu einer Mietzinserhöhung von mehr als 10 Prozent.

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Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Genau darum können Ältere , die zu grosse Wohnung , meist nicht frei geben , für Familien. Der Staat drängt darauf, aber dass die Kleinere , nicht mehr bezahlbar ist , mit der Rente, daran wird nicht gedacht. Und die neue Studie zeigt, dass jeder 5 Rentner Geld Probleme hat. Und das in der , ach so reichen Schweiz.

User #4328 (nicht angemeldet)

Die Nationalbank kann ja 200'000 einzimmerkleinstwohnungen bauen ink 250 mit Parkplatz bauen?

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