Der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdogan plant offenbar einen Auftritt in der Schweiz. Der Widerstand ist gross – Proteste bereits angekündigt.
Erdogan plant erdogan auftritt
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, spricht im türkischen Parlament zu Abgeordneten der Regierungspartei AKP. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der türkische Präsident Erdogan wird am Dienstag am Flüchtlingsforum in Genf teilnehmen.
  • Doch bereits am Montag ist offenbar ein Auftritt in einem Hotel geplant.
  • Kurdische Organisationen rufen zu Protesten auf.

Der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdogan kommt in die Schweiz. Am Dienstag wird er am Globalen Flüchtlingsforum teilnehmen, wie das Aussendepartement EDA gegenüber dem «SonntagsBlick» bestätigte.

«Gemäss uns vorliegenden Angaben nimmt eine türkische Delegation unter der Leitung von Präsident Erdogan am Forum teil». Dies sagte eine Sprecherin. Über die Reise wurde vorher schon viel spekuliert.

Doch auf den sozialen Medien wird nun klar: Erdogan tritt bereits heute Montag in Genf auf.

Schon am Montag könnte es knallen

Er soll vor seinen Anhängern eine Rede halten. Dies im Nobelhotel «Four Seasons», wofür Busfahrten organisiert würden. Die Union Europäischer Demokraten (UID) ruft zur Teilnahme auf. Die Organisation steht der türkischen Regierungspartei AKP nahe und hat auch eine Gruppierung in der Schweiz.

Wie diese auf Facebook schreibt, soll Erdogan offenbar schon um 11 Uhr vormittags einen Auftritt haben. «Der tapfere Mann», schreibt die UID, der die «europäischen Türken nie allein» lasse.

Erdogan
Die Union europäischer Demokraten (UID) Schweiz ruft zur Teilnahme an der Rede von Erdogan auf. - Screenshot Facebook

Der Widerstand ist gross. So ruft das Demokratische Gesellschaftszentrums der Kurden (Dem-Kurd) am Dienstag zu einer Demo in Genf auf, welche auch beispielsweise vom Rojava-Komitee in Zürich unterstützt wird.

Für das Forum am Dienstag werden von Bund und Kanton massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Doch der Erdogan-Auftritt am Montag dürfte den Behörden mehr Kopfzerbrechen bereiten. Es muss auch dort mit massiven Protestaktionen von Kurden gerechnet werden.

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