Das hat der Schweizer Zoll 2025 beschlagnahmt

Keystone-SDA
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Genève,

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit hat 2025 deutlich mehr geschmuggelte Zigaretten und Betäubungsmittel sichergestellt. Das zeigt die Jahresbilanz.

Zigaretten
2025 wurden mehr geschmuggelte Zigaretten durch den Schweizer Zoll sichergestellt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 2025 wurden deutlich mehr geschmuggelte Zigaretten sichergestellt.
  • Auch bei Drogen – etwa Marihuana– gab es starke Zunahmen.
  • Die irreguläre Migration hat sich derweil halbiert.

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit hat 2025 deutlich mehr geschmuggelte Zigaretten und Betäubungsmittel sichergestellt. Gleichzeitig gingen die Fälle von irregulärer Migration zurück, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Jahresbilanz hervorgeht.

Insgesamt wurden 1,6 Millionen geschmuggelte Zigaretten aus dem Verkehr gezogen. Das waren beinahe doppelt so viele wie im Vorjahr, als die Grenzbeamten 950'000 Stück sichergestellt hatten.

Die meisten, nämlich 1,3 Millionen Zigaretten, wurden im Flugverkehr geschmuggelt. Etwa ein Drittel davon in Genf, in Zürich etwas weniger und am wenigsten in Basel. Rund 300'000 Zigaretten wurden im Strassenverkehr konfisziert.

Zoll
Im Jahr 2025 wurde mehr Schmuggelware sichergestellt. - keystone

Zigaretten werden meistens von Einzelpersonen über die Flughäfen in die Schweiz geschmuggelt, oftmals aber im Auftrag von grösseren internationalen Netzwerken.

Dabei sollen zu günstigen Preisen gekaufte Zigaretten ohne Abgabe von Zöllen oder Einfuhrsteuern mit Gewinn weiterverkauft werden.

Viele davon werden weiter nach Frankreich geschmuggelt. Die im Strassenverkehr in der Regel an der Ost- und Südgrenze geschmuggelten Zigaretten sind vorwiegend für den Schweizer Markt bestimmt.

Diese Betäubungsmittel wurden in die Schweiz geschmuggelt

Auch im Bereich Betäubungsmittel registrierte das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) 2025 deutlich mehr Aufgriffe als noch im Jahr zuvor.

So wurde mit 4235 Kilogramm fast viermal so viel Marihuana sichergestellt als im Jahr zuvor (1104 Kilogramm). Vervielfacht hat sich auch die Menge sichergestellter Designerdrogen (2415 Kilogramm gegenüber 175 Kilogramm im Jahr zuvor).

Erstaunt es dich, dass so häufig Zigis geschmuggelt werden?

Dies ging aber insbesondere auf einen einzelnen Aufgriff von über 2000 Kilogramm THC-Edibles, also Esswaren mit Cannabinoiden, zurück.

Gestiegen ist auch die konfiszierte Menge an Kokain (356 gegenüber 272 Kilogramm im Vorjahr) und Heroin (26 gegenüber 12 Kilogramm). Die Menge der sichergestellten Amphetamine ging indes von 44 auf 5 Kilogramm stark zurück.

Auch Medikamente wurden häufiger geschmuggelt

Gestiegen ist auch die Anzahl illegaler Arzneimittel, die das BAZG in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic sicherstellte.

Die 6647 sichergestellten Sendungen lagen über der Anzahl von 5668 im Vorjahr. Bei 41 Prozent handelte es sich um Medikamente zur Erektionsförderung.

Über die Hälfte der beschlagnahmten Medikamente gelangten über Drehscheiben in West- und Osteuropa in die Schweiz, ein Fünftel aus Indien. Leicht gestiegen ist auch die Anzahl der beschlagnahmten Dopingmittel, nämlich von 1087 auf 1194 Sendungen.

2025 registrierte das BAZG 4141 Verstösse gegen das Waffengesetz. Das waren 46 mehr als noch im Jahr zuvor. Die Verstösse gegen das Kriegsmaterialgesetz bewegten sich nach wie vor im einstelligen Bereich.

Die konfiszierten Zigaretten werden wie weitere Schmuggelwaren unter Aufsicht vernichtet – zumeist in Kehrichtverbrennungsanlagen. Das sagte ein Sprecher des BAZG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Schmuggler werden wegen Verstössen gegen das Zollgesetz, das Mehrwertsteuergesetz und das Tabaksteuergesetz gebüsst und verzeigt. Die Fälle des Schmuggels von Betäubungsmitteln werden jeweils an die zuständigen kantonalen Strafbehörden weitergeleitet.

Irreguläre Migration hat sich halbiert

Die Zahl der festgestellten rechtswidrigen Aufenthalte im Rahmen der irregulären Migration halbierte sich von 29'459 auf 14'577 Fälle.

Die meisten Betroffenen waren Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit (1933), gefolgt von Menschen aus Afghanistan (1842) und Marokko (1174).

In 182 Fällen erfolgte die Meldung oder Anzeige wegen des Verdachts einer Schleppertätigkeit.

Die Einnahmen des BAZG beliefen sich auf 23,4 Milliarden Franken und lagen damit leicht unter dem Vorjahreswert von 23,7 Milliarden.

Mit diesen Einnahmen aus verschiedenen Steuern und Abgaben: Etwa der Mehrwert- und der Mineralölsteuer, trägt das BAZG nach eigenen Angaben rund ein Drittel der gesamten Bundeseinnahmen bei.

Kommentare

User #5137 (nicht angemeldet)

Und was wird dann mit dem Zigaretten gemacht ?

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