Kommunikation: Was tun bei verdächtigen Mails?

Redaktion
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Aarau,

Erfahren Sie, wie Sie auffällige Kommunikation in verdächtigen E-Mails erkennen, korrekt reagieren und sich effektiv vor Phishing schützen können.

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Verdächtige E-Mails sollten sorgfältig behandelt werden. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Sie sollten bei verdächtigen E-Mails vorsichtig sein und keine Anhänge sowie Links öffnen.
  • Bedrohungen per E-Mail sollten Sie ernst nehmen und sofort handeln.

Im Internet begegnen uns tagtäglich zahlreiche E-Mails. Einige davon sind harmlos und wichtig, andere können jedoch gefährlich sein. Cyberkriminelle nutzen sogenannte Phishing-Mails, um an die persönlichen Logins zu kommen.

Wichtig ist es, solche E-Mails möglichst schnell selber erkennen zu können. So können Sie das Risiko minimieren, Opfer von Betrug oder Identitätsdiebstahl zu werden.

Haben Sie schon einmal eine verdächtige E-Mail erhalten?

Kommunikation: Augen auf bei verdächtigen Mails

Phishing-E-Mails sehen oft aus wie echte Nachrichten von bekannten Unternehmen. Sie enthalten Aufforderungen, auf einen Link zu klicken oder Dateien zu öffnen. Kriminelle, die im Web unterwegs sind, geben sich oft als Bank, Behörde oder Paketdienst aus. Ihr Ziel ist es, an die Zugangsdaten ihrer Opfer zu gelangen.

In anderen Fällen wird versucht, Schadsoftware zu installieren, sobald ein Anhang geöffnet wird. Laut dem Bundesamt für Cybersicherheit der Schweiz wurden im Jahr 2024 über 975'000 Phishing-Meldungen registriert. Das ist ein Zuwachs von rund 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wurden über 20'000 tatsächliche Phishing-Websites identifiziert.

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Phishing-Meldungen werden auch in der Schweiz immer häufiger. - Depositphotos

Phishing trifft Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichem digitalem Hintergrund. Oft wirken diese E-Mails vertrauenswürdig, weil sie bekannte Logos und sprachliche Stilmittel nutzen. Deshalb sind Wachsamkeit und Wissen über typische Merkmale wichtig, um nicht aus Versehen zu reagieren und sensible Daten preiszugeben.

Erste Schritte bei einer verdächtigen Mail

Wenn Sie eine E-Mail erhalten, die Ihnen seltsam vorkommt, sollten Sie zuerst Ruhe bewahren. Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie keine Links voreilig.

Verdächtig sind zum Beispiel ganz klar E-Mails mit Rechtschreibfehlern, Dringlichkeitsdruck («Ihr Konto wird gesperrt»), unerwarteten Aufforderungen oder unbekannten Absenderadressen. Prüfen Sie immer die Absenderadresse genau. Oft sind sehr kleine Abweichungen enthalten, die auf den ersten Blick nicht auffallen. Beachten Sie: Auch professionell formulierte E-Mails ohne Rechtschreibfehler können Phishing sein.

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Klicken Sie Anhänge in E-Mails nicht sofort an. - Depositphotos

Wenn ein Link in der E-Mail enthalten ist, fahren Sie mit der Maus darüber, ohne zu klicken. In der Statusleiste Ihres E-Mail-Programms oder Browsers sehen Sie die echte Zieladresse.

Stimmen die Domain oder die Adresse nicht mit dem offiziellen Namen der Organisation überein, dann ist Vorsicht geboten. Wird Ihre Bank oder ein Onlineshop genannt, öffnen Sie am besten ein neues Browserfenster. Rufen Sie die Webseite lieber manuell auf, statt dem Link in der E-Mail zu folgen.

Drohanrufe und Fake-QR-Codes

Laut dem Bundesamt für Cybersicherheit gingen im Jahr 2024 rund 63'000 Meldungen zu Cybervorfällen ein. Das ist ein erneuter Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren.

Bei mehr als einem Drittel der Meldungen ging es um Drohanrufe, bei denen sich Täter als Polizei ausgaben. Cyberkriminelle agieren heute kanalübergreifend und nutzen Telefonate, E-Mails, Textnachrichten, Briefe sowie manipulierte QR-Codes im öffentlichen Bereich.

Ein Beispiel sind Busse, Bahnen und Parkuhren. Hier werden Fake-QR-Codes von Kriminellen angebracht, um an persönliche Daten zu gelangen. Tipp: Schauen Sie immer, ob der QR-Code fest klebt und nicht mit einem anderen Kleber überdeckt wurde.

Kommunikation: Wie Sie sich langfristig schützen

Technische Schutzmechanismen wie Spam-Filter oder Antivirus-Software sind wichtig. Sie helfen, viele gefährliche E-Mails automatisch zu blockieren. Trotzdem ist es entscheidend, dass Sie selbst erkennen können, wenn etwas nicht stimmt.

Ein weiterer Schutz besteht in der Verwendung sicherer Passwörter. Wenn möglich, sollten Sie die Multifaktor-Authentifizierung (MFA) aktivieren.

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Kommunikation: Passwörter für E-Mail-Konten sollten sorgfältig gewählt werden. - Depositphotos

Bei diesem Verfahren müssen Sie neben einem Passwort noch einen zweiten Identitätsnachweis erbringen. Das geht beispielsweise über eine SMS-Nachricht oder eine App. Selbst wenn Kriminellen das Passwort bekannt wird, bleibt ohne den zweiten Faktor der Zugang verwehrt.

Es ist daher zentral, regelmässig Backups Ihrer Daten zu erstellen. Diese sollten Sie im Anschluss offline speichern. Ebenso wichtig ist es, Ihre Geräte und Software stets auf dem neuesten Stand zu halten, da viele Updates Sicherheitslücken schliessen.

Kommunikation: Bedrohungen melden

Wenn Sie eine verdächtige E-Mail erhalten, melden Sie dies nicht nur Ihrem E-Mail-Anbieter, sondern auch an offizielle Stellen. In der Schweiz können verdächtige E-Mails beispielsweise über die Plattform des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS) gemeldet werden. Dies kann helfen, schädliche E-Mails und Software frühzeitig zu erkennen und andere vor ähnlichen Angriffen zu warnen.

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Wenn Sie etwas Verdächtiges finden, können Sie E-Mails melden. - Depositphotos

Entsprechende Schweizer Meldeplattformen ermöglichen eine schnelle Reaktion der zuständigen Behörden und IT-Sicherheitsdienste.

Kommentare

User #3025 (nicht angemeldet)

Bald ist die Post wieder der beste Filter und kostet auch noch nicht die Welt?

User #3025 (nicht angemeldet)

Eine E-mail weiter senden lassen auf ein anderes E-mail konto beide mit Pising filter?

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