Maria Pappa, die St. Galler Stadtpräsidentin, bezeichnete die Ausschreitungen in Nacht auf Samstag als «inakzeptabel».
Maria Pappa
Die St. Galler Stadpräsidentin, Maria Pappa, von der SP. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Nacht auf Samstag gab es in St. Gallen gewaltvolle Ausschreitungen.
  • Die St. Galler Stadtpräsidentin bezeichnete diese als «inakzeptabel».
  • Sie appelliert, dass Gewalt auch bei Frust keine Lösung sei.

Die St. Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa hat die Ausschreitungen in der Nacht auf Samstag als «inakzeptabel» bezeichnet. Die Jugendlichen hätten es in der Pandemie zwar alles andere als leicht, aber Gewalt sei keine Lösung.

Alkohol + Frust = grosse Eskalationsgefahr

Dass die Situation aus dem Ruder gelaufen sei, habe sie nicht verwundert, sagte Pappa gegenüber dem «St. Galler Tagblatt« am Samstag. Denn in den sozialen Medien sei schon im Vorfeld zum Trinken und zu Gewalt auf Drei Weihern aufgerufen worden. »Wenn sich Frust anstaut und Alkohol im Spiel ist, ist die Eskalationsgefahr gross«, sagte Pappa.

Doch man dürfe nicht alle in den gleichen Topf werden. Von den 200 Beteiligten hätten vermutlich nur einige wenige Gewalt ausgeübt. Das sei ein kleiner Teil.

Jugendliche meist tadellos

«Die meisten Jugendlichen verhalten sich tadellos.» Auch wenn ihnen in der Corona-Krise die Perspektiven fehlten, sie von Ängsten geplagt seien und die Nerven blank lägen.

Die Stadtpräsidentin appelliert aber auch an die Erwachsenen: Wenn diese sich beschwerten und das Tragen von Masken und das Einhalten von Abständen als unsinnig bezeichneten: «Dann stossen die Jungen ins gleiche Horn und fangen an, Partys zu feiern». Deswegen müssten jetzt Jung und Alt Ruhe bewahren.

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