Ragusa-Chef nervt sich über Weihnachtsschoggi-Aktionen

    Stephan Felder
    Stephan Felder

    Courtelary,

    Weihnachten ist für Schoggi-Hersteller wichtig. Sorgt aber auch für unangenehme Begleiterscheinungen, wie ein Geschäftsführer erklärt.

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    Daniel Bloch, Geschäftsführer von Camille Bloch, in der Sendung «Eco Talk». - SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schweizer Schokoladenhersteller machen bis 15 Prozent des Jahresumsatzes an Weihnachten.
    • Trotzdem ist der Chef von Camille Bloch nicht mit allen Begleiterscheinungen glücklich.
    • Zudem kündigt Daniel Bloch für 2025 eine erneute Preiserhöhung an.

    Das Weihnachtsgeschäft ist für Schokoladenhersteller von zentraler Bedeutung. Bis zu 15 Prozent des Jahresumsatzes machen die Produzenten mit den Verkäufen vor den Festtagen.

    Bei Camille Bloch macht das Geschäft an Weihnachten rund 7,5 Prozent des Jahresumsatzes aus. «Wir machen Schokolade für jeden Tag. Nicht nur für Weihnachten», erklärt Geschäftsführer Daniel Bloch in der Sendung «Eco Talk» auf SRF den tieferen Wert.

    Die Firma, die bekannte Produkte wie Ragusa oder Torino herstellt, verzichtet denn auch auf Extraangebote für Weihnachten. «Wir verpacken unsere regulären Produkte in spezielle Weihnachtsverpackung, das reicht dem Kunden», sagt Bloch.

    «Sehe heute schon Weihnachtsschokolade zu Aktionspreisen»

    Ohne Weihnachtsverpackung kämen die Produkte nicht auf die speziellen Auslagen der Discounter. «Dann ist unsere Schokolade nur im Regal zu finden.»

    Bloch hat auch mit anderen Begleiterscheinungen der Festtage seine Mühe: «Ich sehe heute schon Weihnachtsschokolade zu Aktionspreisen in den Läden.» Dies sei bedenklich.

    Kaufst du an Weihnachten mehr Schoggi als sonst?

    Mit einem Lächeln meint Bloch: «Es scheint, als fange die Vorfreude auf Weihnachten jedes Jahr früher an.»

    Mehr Kopfzerbrechen als die weihnächtlichen Begleiterscheinungen bereitet den Schoggi-Herstellern der Kakaopreis.

    Der hat sich in den letzten zwei Jahren vervierfacht. Verantwortlich: eine schwache Ernte 2023 und Modifikationen im Anbau in Afrika oder Südamerika.

    Preiserhöhung 2025 unumgänglich

    Camille Bloch musste seine Preise im Sommer daher bereits einmal erhöhen. Bloch kündigt für Januar eine weitere Preiserhöhung an.

    «Immer wenn sich der Ankaufpreis verdoppelt, müssen wir etwas machen. Das ist ein kaufmännisches Gesetz.»

    Man müsse die Preiserhöhungen so kundenfreundlich wie möglich gestalten. «Und aufpassen, dass man es nicht übertreibt.»

    Die Erhöhung sei aber unumgänglich, weil: «Die Einkaufspreise holen einen früher oder später ein.»

    Für das Weihnachtsgeschäft bleiben die Preise vorerst beim Alten. Und der Umsatz wird wieder hoch sein. Trotz früher Aktionen und unnötiger Verpackungen.

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    Kommentare

    User #5436 (nicht angemeldet)

    Schoggi gehört garnicht zu Weihnachten. Richtig Währe Weihnachtsgebäck.

    User #4101 (nicht angemeldet)

    Ragusa und Torino sind eine Sünde Wert. Einfach gute Schokolade. Man muss es nicht übertreiben mit dem essen. Schokolade ist nun mal süss.

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