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    5 Fragen an ABB-Spartenchef: Wie wichtig ist Indien?

    Keystone-SDA
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    Indien,

    ABB sieht in Indien grosses Wachstumspotenzial. Zudem dürfte das Land als Produktionsstandort wichtiger werden, wie Antriebstechnik-Chef Brandon Spencer Ende Oktober auf einer von ABB organisierten Pressereise in Bengaluru der Nachrichtenagentur AWP sagte.

    Für ABB sind junge Inderinnen und Inder als Arbeitskräfte attraktiv.
    Für ABB sind junge Inderinnen und Inder als Arbeitskräfte attraktiv. - ABB

    Interview: Leah Süss

    AWP: Brandon Spencer, Indiens Volkswirtschaft soll auch dieses Jahr um rund 7 Prozent wachsen. Welche Rolle spielt das Land inzwischen für ABB?

    Brandon Spencer: Indien gehört über das gesamte ABB-Portfolio hinweg zu unseren grössten Märkten. In den Bereichen Automatisierung, Elektrifizierung und Antriebstechnik verzeichnen wir ein starkes Wachstum. Ich bin zuversichtlich, dass die Antriebstechnik in Indien weiterhin deutlich wächst. Die industrielle Basis des Landes bietet erhebliches Potenzial, sowohl für den lokalen Markt als auch für den Export.

    AWP: Wie weit lässt sich die lokale Produktion noch ausbauen?

    BS: In der Antriebstechnik werden bereits rund 85 Prozent der Produkte lokal für den lokalen Markt gefertigt. Wir sind zwar weiterhin auf bestimmte Komponenten und Technologietransfers aus China und Europa angewiesen, wollen diese Abhängigkeit aber reduzieren. Einen lokalen Produktionsanteil von über 90 Prozent halte ich für ein sinnvolles Ziel.

    AWP: Die von Ihnen geführte Sparte Antriebstechnik ist zuletzt insgesamt zweistellig gewachsen. Welche Bereiche treiben das Wachstum neben den Rechenzentren?

    BS: Die Rechenzentren wachsen gruppenweit dreistellig und sind auch bei uns ein Zugpferd. Zu den Wachstumstreibern zählen aber auch die Schifffahrt und die Gebäudetechnik, insbesondere Heizung, Lüftung und Klimatisierung (HVAC). Zudem beliefern wir den ABB-Geschäftsbereich Automatisierung.

    AWP: Welchen Anteil könnten die Rechenzentren künftig am Spartenumsatz ausmachen?

    BS: Ich gehe davon aus, dass sich das deutliche Wachstum fortsetzt. Gleichzeitig wachsen wir aber auch in anderen Segmenten. Deshalb erscheint mir ein Anteil von über 10 Prozent am Gesamtumsatz der Sparte in den kommenden Jahren als realistische Grössenordnung. Zudem prüfen wir aktiv mögliche Übernahmeziele, auch in Indien.

    AWP: Die operative Marge liegt in der Antriebstechnik bei über 19 Prozent. Wo sehen Sie noch Potenzial für Verbesserungen?

    BS: Unsere Strategie ist es, weiter zu wachsen und gleichzeitig die Profitabilität schrittweise zu steigern. Potenzial sehen wir unter anderem in einer besseren Auslastung unserer Produktionsstätten, in der Lokalisierung und in der Expansion in bisher wenig erschlossene Märkte.

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    Kommentare

    User #5933 (nicht angemeldet)

    Indien? Ich war einmal dort. Nie wieder...

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