Letztes Brandopfer aus Italien verlässt Schweizer Spital
Elsa konnte fast zwei Monate nach dem Brand in Crans-Montana in ihre Heimat geflogen werden Sie sei ausser Lebensgefahr und wolle schnell wieder zur Schule.

Das Wichtigste in Kürze
- Das letzte italienische Opfer von Crans-Montana konnte aus der Schweiz ausgeflogen werden.
- Elsa kam am Donnerstag in Turin an, sie ist ausser Lebensgefahr.
- Sie freut sich, wieder in der Nähe ihrer Freunde sein zu können.
Fast zwei Monate nach dem Brand im «Le Constellation» in Crans-Montana konnte das letzte italienische Brandopfer ein Schweizer Spital verlassen. Wie der «Corriere Torino» berichtet, wurde die 15-jährige Elsa am Donnerstag in ein Spital in Turin verlegt.
«Sie ist ausser Lebensgefahr», sagt der Vater gegenüber der Zeitung. «Wir sind überglücklich.» Sie hätten jeden Tag darauf gehofft, dass dieser Tag der Verlegung kommen werde.
Auch die Mutter sagt: «Elsa geht es gut, sie lächelt jetzt, sie ist glücklich.» Die Rückkehr bedeute, dass sie wieder in der Nähe ihrer Freunde sei, dass diese sie besuchen könnten.
Die grosse Hoffnung von Elsa sei es, wieder in die gleiche Klasse zurückkehren zu können. «Aber zuerst muss sie wieder essen können», so die Eltern.
Nach der Rückkehr wurde Elsa zusammen mit der Mutter in die Überwachungsstation eines Spitals aufgenommen, wo sie weiter behandelt wird. In der Silvesternacht zog sie sich Verbrennungen an 60 Prozent des Körpers zu. Sie galt als schwerstes italienisches Opfer.
In Zürich wurde sie behandelt und mehrmals operiert. Am 22. Januar wachte sie aus dem künstlichen Koma auf. Die Verlegung musste aber wegen ihres Zustandes bis jetzt warten.
«Es war furchtbar, es war die Hölle», sagt die Mutter. «Und wir haben es überstanden.» Doch ganz vorbei sei die Hölle noch nicht. Die Behandlung werde noch eine lange Zeit in Anspruch nehmen.
Die Eltern sprechen von grossartiger Unterstützung des Spitalpersonals, der Politik und anderer Betroffener. «Eine grosse Familie ist entstanden, auch unter den Eltern. Wir denken an alle, die das Gleiche durchgemacht haben, es hat uns sehr zusammengeschweisst. Trauer verbindet uns mehr als alles andere.»
















