Der katholische Seelsorger Meinrad Furrer will erstmals homosexuelle Paare segnen. Damit verstösst der Zürcher bewusst gegen ein Verbot vom Vatikan.
Vatikan Homosexuelle
Eine Regenbogenfahne schmückt die Pfarrkirche Breitenfeld in Wien. Ein Protest gegen das Schreiben vom Vatikan. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Vatikan hat ein Verbot für die Segnung homosexueller Paare ausgesprochen.
  • Dagegen wird am Montag, unter anderem in Zürich, mit spontanen Segnungen protestiert.

Der Vatikanstaat hat im Frühling 2021 ein Schreiben veröffentlicht, dass die Segnung von homosexuellen Paaren auch weiterhin verbietet. Dieses Verbot sorgte weltweit für Wellen der Empörung. Unter anderem die Bistümer Basel und St. Gallen haben sich bereits vom Schreiben distanziert.

Als Protestaktion wird Seelsorger Meinrad Furrer in Zürich homosexuelle und bisexuelle Paare segnen, berichtet «SRF». Solche Protest-Segnungen sollen am Montag im ganzen deutschsprachigen Raum durchgeführt werden.

Furrer will mit dieser Segnung ein klares öffentliches Statement gegen das Schreiben vom Vatikanstadt setzen. In diesem hiess es unter anderem, dass Gott keine Sünde segnen könne. Dazu sagt Meinrad Furrer: «Diese Liebe als Sünde zu bezeichnen, ist ganz schlimm.»

Zürich zählt zum Bistum Chur. Dessen Bischof Joseph Maria Bonnemain sagt, er freue sich über alle Menschen, die sich segnen lassen wollen. Hinter den spontanen Segensfeiern vom Montag steht Bonnemain aber nicht. Er bezweifelt, dass die Seelsorger dabei ihrer Pflicht nachkommen, diese im Vornherein seriös zu prüfen.

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