Porno-Kurs an Schule in Sachsen wurde mit Steuergeldern finanziert
Bei einer Theaterwoche sollen Neuntklässler mit pornografischem Material konfrontiert worden sein. Auch die Finanzierung des Projekts wirft Fragen auf.

Das Wichtigste in Kürze
- An einer Schule in Sachsen sahen Neuntklässler laut Berichten Pornobilder.
- Die Polizei ermittelt gegen zwei Referentinnen wegen möglicher Verbreitung.
- Auch die Finanzierung mit Schulgeld und Stiftungsmitteln sorgt für Kritik.
Der Fall sorgt in Deutschland für Aufregung: Während einer Theaterwoche an der Oberstufe im sächsischen Schleife sollen Schüler einer neunten Klasse mit pornografischem Material konfrontiert worden sein.
Das Projekt fand im März unter dem Motto «Mut» statt und wurde von zwei Referentinnen aus Berlin geleitet. Laut Medienberichten brachten die Leiterinnen den 14- bis 15-Jährigen ein Pornoheft mit Bildern von Oralsex, Geschlechtsteilen und gleichgeschlechtlichem Sex mit.
Eltern in Aufruhr: Vorzeigeschule präsentiert Kindern Homo-Pornos 😲
— Steffen Unger (@unger2701) April 14, 2026
Einfach unfassbar, was im deutschen Schulsystem heute möglich ist: 14-15-jährige Neuntklässler haben im März in einer unbetreuten Projektwoche in der Oberschule #Schleife Homo-Pornos und ‚FUCK AfD‘-Flyer von… pic.twitter.com/8RnmfE6IFh
Noch am ersten von insgesamt fünf Projekttagen tauchten Fotos im Elternchat auf. Daraufhin protestierten Eltern, die Schule brach den Workshop sofort ab und verwies die beiden Referentinnen.
Die Polizei ermittelt gegen sie wegen des «Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte an Unter-18-Jährige». Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) nannte den Vorfall «ungeheuerlich».
Auch die Finanzierung rückt in den Fokus
Für Empörung sorgt aber nicht nur das Theaterprojekt an sich, sondern auch dessen Finanzierung. Neben der Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich mit 2500 Euro beteiligte, steuerte auch die Schule selbst einen Teil aus ihrem Budget bei.
Damit seien auch Mittel des Freistaats Sachsen in das Projekt geflossen, wie «Bild» berichtet. Also Steuergelder.
Bekannt ist zudem, dass die sozialistische Jugendorganisation «Die Falken» die Projektleiterinnen an die Schule geschickt haben soll.
Clemens Arndt, Sprecher des sächsischen Landesamts für Schule und Bildung, sagte dazu: «Ein Bezug zu den Falken Berlin konnte in der Projektwerbung nicht hergestellt werden. Die Projektverantwortlichen haben lediglich auf die Amadeu-Antonio-Stiftung verwiesen.»
Unklar ist laut Behörde hingegen, wie hoch der Anteil aus dem Schulbudget war. Arndt erklärte weiter: «Der Dienstleistungsvertrag wurde nach Bekanntwerden fristlos gekündigt. Eine Finanzierung kann nur für die geleistete Arbeit erfolgen – gemäss Paragraf 628 BGB, also maximal für den ersten Tag.»
Sex-Heftli soll Versehen gewesen sein
Nach Darstellung der Jugendorganisation war das Material nicht gezielt für die Schüler vorgesehen.
Micki Börchers, Bundesvorsitzende «Falken», sagte gegenüber «Bild»: Die Jugendlichen hätten aus «gespendeten Bastelmaterialien wie Zeitschriften und Heften» eine Collage erstellen sollen.
«Darunter war versehentlich ein Magazin, welches Bilder von sexuellen Darstellungen und nackten Personen beinhaltete», so Börchers.



















