Die Angestellten der Stadt Genf treten am Donnerstag in einen Streik. Sie wollen sich gegen «Einsparungen auf dem Buckel des Personals» zur Wehr setzen. Ihre Löhne sollen 2022 nicht nach oben angepasst werden.
Genf
Blick auf Genf. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Sie hätten von der Stadtverwaltung keine zufriedenstellenden Antworten auf ihre Forderungen erhalten, teilten die Gewerkschaften am Montag mit.

Sie prangerten die Blockierung dringender Akten, die mangelnde Verhandlungsbereitschaft des Stadtrates und die zahlreichen Versuche an, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.

«Das Mass ist voll», schreiben die Gewerkschaften SIT (syndicat interprofessionnel de travailleuses et travailleurs) und VPOD Genf in einem Communiqué. Stein des Anstosses ist die Blockierung der Gehaltsmechanismen im Haushaltsentwurf 2022. Die Lohnerhöhungen nach Dienstjahren, der progressive 13. Monatslohn und die Dienstalterszulagen sollen ausgesetzt werden. Diese Massnahmen bedeuteten Einsparungen von 6 Millionen Franken «auf dem Buckel des Personals».

Die Genfer Stadtregierung hatte vor einem knappen Monat für das kommende Jahr erneut ein rotes Budget vorgelegt. Sie rechnet mit einem Defizit von 40,8 Millionen Franken.

Die Gewerkschaften fordern ebenfalls die rasche Einführung der Frühpensionierung für schwere Tätigkeiten. Die Verhandlungen zu diesem Thema hätten bereits 2012 begonnen. Neun Jahre später liege jedoch noch immer keine Lösung auf dem Tisch. Zudem gebe es heute die Möglichkeit, dass Gemeindeangestellte ab dem Alter von 57 Jahren ihre Arbeitszeit reduzieren können.

Die Gewerkschaften kämpfen gegen die Pläne der Stadtverwaltung, dieses Recht um zwei Jahre zu verschieben. Ferner fordern sie Verhandlungen über eine Verordnung zum Home-Office.

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