Streik

Schah-Sohn ruft zu landesweitem Streik im Iran auf

Keystone-SDA
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Bern,

Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, hat aus seinem Exil in den USA zu landesweiten Streiks im Iran aufgerufen. Arbeiter und Angestellte von Schlüsselbranchen wie der Öl-, Gas- und Energieindustrie sollten ihre Arbeit niederlegen, erklärte Pahlavi auf der Plattform X. Ziel sei es, die finanziellen Lebensadern zu schwächen und den Unterdrückungsapparat in die Knie zu zwingen.

Exil-Iraner demonstrieren auf dem Kurfürstendamm ihre Solidarität mit den Protesten im Iran mit Fahnen und dem Porträt von Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Foto: Sven ...
Exil-Iraner demonstrieren auf dem Kurfürstendamm ihre Solidarität mit den Protesten im Iran mit Fahnen und dem Porträt von Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Foto: Sven ... - Keystone/dpa/Sven Kaeuler

Pahlavi rief ausserdem für Samstag und Sonntag um 18.00 Uhr (Ortszeit/15.30 MEZ) zu Demonstrationen auf. Dabei gehe es nicht nur darum, auf die Strassen zu gehen, sondern zentrale Plätze in Städten zu besetzen und zu halten.

Aus seinem Exil heraus beansprucht Pahlavi eine Führungsrolle in der Opposition. Im Iran gibt es seit Jahren keine politische Kraft mehr, die von den Demonstranten als glaubwürdige Opposition anerkannt wird. Viele Menschen im Land setzen daher ihre Hoffnungen auf Unterstützung aus dem Ausland. Bei den aktuellen Massenprotesten ertönte auch der Slogan «Lang lebe der König» – ein direkter Hinweis auf den im Exil lebenden Sohn des früheren Schahs.

Pahlavis aktueller Erfolg sei weniger seinen Führungsqualitäten zu verdanken, schrieb der iranische Kritiker Sadegh Sibakalam, sondern vielmehr der Unfähigkeit, Misswirtschaft sowie den Fehlentscheidungen der Staatsführung geschuldet.

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Kommentare

User #3470 (nicht angemeldet)

Russland steht derzeit vor einigen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Man beobachtet die Situation im Iran mit großer Aufmerksamkeit. Die Frage, wie das Regime reagieren wird, wenn sich das russische Volk erhebt, liegt auf der Hand. Wird das autoritäre Regime zu drastischen Massnahmen "wie Josef Stalin" greifen oder den demokratischen Prozess zulassen?

User #1703 (nicht angemeldet)

Aus der ferne den Mund aufmachen, momol sehr Mutig. Schon sein Vater wurde durch die Hilfe der USA in sein Amt gehoben um wie im Moment in Venezuela der Fall die Rohstoffe günstig zu bekommen. Anstatt mit dem Öl dem Kreml die Möglichkeit zu nehmen den Krieg zu finanzieren, bereichert sich die USA wiederum an einem Rohstoff reichen Land. Und das auch noch mit der Hilfe einer Nobelpreisträgerin. Was für eine Schande.

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