Easyjet

Genfer Wirtschaft pocht nach Easyjet-Übernahme auf starke Präsenz

Keystone-SDA
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Genève,

Nach der vereinbarten Übernahme des europäischen Billigfliegers Easyjet durch den US-Finanzinvestor Apollo pocht die Genfer Wirtschaft auf eine weiterhin starke und dauerhafte Präsenz der Fluggesellschaft in der Westschweiz. Priorität habe insbesondere, dass Easyjet sein starkes Engagement am Flughafen Genf beibehalte, erklärte die Interessengemeinschaft Aeria+ am Freitag in einer Mitteilung.

Easyjet Genf
Ein Flugzeug von Easyjet startet in Genf. - keystone

Easyjet spiele eine zentrale Rolle für die internationale Anbindung der Region und damit für Tourismus, Wirtschaft und Unternehmen, hiess es. Von besonderer Bedeutung seien Verbindungen zu wichtigen Wirtschaftszentren wie London, Paris oder Amsterdam. Eine starke Präsenz von EasyJet in Genf sei daher ein strategischer Faktor für die wirtschaftliche Attraktivität und internationale Ausstrahlung der gesamten Westschweiz.

Tatsächlich ist Easyjet mit Abstand die wichtigste Fluggesellschaft am Flughafen Genf. Im vergangenen Jahr entfielen laut Genève Aéroport 46 Prozent des Passagieraufkommens auf den Billigflieger. Bei insgesamt knapp 17,9 Millionen Passagieren entspricht dies rechnerisch gut 8 Millionen Reisenden. Die zweitplatzierte Swiss kam lediglich auf einen Marktanteil von 12,4 Prozent.

Auch bei der Flotte hat Genf für Easyjet eine grosse Bedeutung. Von den 29 in der Schweiz stationierten Maschinen stehen laut dem Branchenverband Aerosuisse 17 in Genf und 12 in Basel. Easyjet Switzerland beschäftigte zuletzt schweizweit mehr als 1200 Mitarbeitende und beförderte knapp 15 Millionen Passagiere.

Apollo hat bislang keine konkreten Aussagen zur künftigen Präsenz von Easyjet in Genf gemacht. Der Finanzinvestor hatte sich jedoch im Juli zur bisherigen Strategie der Fluggesellschaft bekannt und will deren operative und kommerzielle Pläne beschleunigen. Dazu gehören die Modernisierung der Flotte und der verstärkte Einsatz grösserer Flugzeuge, der Ausbau von Zusatzangeboten und Kundenbindungsprogrammen sowie ein weiteres Wachstum des Reiseveranstalters Easyjet Holidays. Auch wichtige Mitarbeitende sollen gehalten werden.

Apollo und Easyjet hatten sich am Donnerstag auf eine Übernahme für 5,7 Milliarden Pfund oder umgerechnet 6,2 Milliarden Franken geeinigt. Der Easyjet-Verwaltungsrat empfiehlt den Aktionären die Offerte. Der konkurrierende US-Investor Castlelake hatte sich zuvor aus dem Bieterrennen zurückgezogen.

Kommentare

User #3926 (nicht angemeldet)

Dann fordert doch den BMF Flughafen zu schliessen und den ganzen Verkehr nach GE umzuleiten, ein dankbarer Basler!

User #5030 (nicht angemeldet)

Genf pocht? Sind den Genfer/Genferinnen Miteigentümer? Aber klar Forderungen sind derzeit in Mode.

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