Osterlamm backen, Eiertütschen oder Ostereier färben – für Ostern gibt es zahlreiche Traditionen. Doch wie sind sie entstanden?
Ostern
Bunt gefärbte Eier gehören an Ostern dazu. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Ostern gibt es zahlreiche Traditionen und Rituale.
  • Einige der Bräuche gibt es schon jahrzehntelang.
  • Jedoch haben sie sich im Laufe der Zeit doch ein wenig gewandelt.

An Ostern feiern Christen auf der ganzen Welt die Auferstehung von Jesus Christus. Über die Jahre hinweg entwickelten sich für die Feierlichkeiten zahlreiche Bräuche – vom Osterhasen bis zum Osterlamm. Doch woher stammen diese Traditionen und was bedeuten sie?

Der Osterhase

Zu den wohl bekanntesten Osterbräuchen gehört der Osterhase. Dieser versteckt am Feiertag bunte Eier im Garten. Danach geht für die Kinder die Suche los. Was aber hat der Hase mit Ostern zu tun?

Osterhase
Der Osterhase ist einer der bekanntesten Bräuche für das Osterfest. - Pixabay

Er ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und Leben. Zudem soll er einer Legende zufolge auch ein Bote Gottes sein. Erstmals schriftlich mit Ostern in Verbindung gebracht wurde der Hase im Jahr 1682.

Der Arzt Johannes Richier erwähnte ihn dazumal in seiner Arbeit «De ovis paschalibus – von Oster Eiern». Da es für das Brauchtum aber mehrere Hypothesen gibt, lässt sich der Ursprung nicht genau deuten.

Übrigens: Den Osterhasen gibt es heutzutage natürlich auch in der Schoggi-Variante.

Ostereier färben

Ebenfalls ein beliebtes Ritual für Ostern ist das Ostereier-Färben. Doch während wir die Eier heute in allen Farben bunt bemalen, wurden sie früher vor allem rot gefärbt.

Ostereier
Ein beliebter Brauch an Ostern ist es, Eier bunt zu bemalen. - Pexels

Denn die Eier standen im christlichen Glauben einst symbolisch für die Auferstehung Jesu. Die rote Farbe soll demnach auf das vergossene Blut von Jesus hinweisen.

Ostern: Eiertütschen

Sobald die Eier bemalt, versteckt und wieder gefunden wurden, sollten sie natürlich auch gegessen werden. Doch bevor das passiert, kommt es zum «Eiertütschen».

Bei dem Brauch handelt es sich um ein kleines Spiel. Jeweils zwei Personen treten gegeneinander an und tütschen ihre Ostereier. Sieger des Wettbewerbs ist derjenige mit dem robustesten Ei.

Die Osterkerze

Ein weiteres Ritual für Ostern ist die Osterkerze. Das Brauchtum stammt ursprünglich von einer heidnischen Tradition ab. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung der grossen Kerze aus Bienenwachs jedoch verändert. Heute symbolisiert sie, wie viele andere Osterbräuche auch, die Auferstehung von Jesu Christi.

Die Osterkerze
Die Osterkerze wird an Ostern in der Kirche entzündet. - Pixabay

Die Osterkerze wird in der Kirche in der Nacht auf Ostersonntag erstmals entzündet. Bis hin zu Pfingsten wird sie dann immer wieder entzündet.

Der Osterbrunch

Oft wird an Ostern die ganze Familie für einen grossen Osterbrunch zusammen getrommelt. Die Ostereier dürfen da auf dem Tisch natürlich nicht fehlen. Woher die Tradition stammt, ist unklar.

Vermutet wird, dass es mit der Fastenzeit vor Ostern in Verbindung steht. Die gefärbten Eier im Zeichen für die Auferstehung Jesus wurden demnach jeweils mit einem ausgiebigen Frühstück zelebriert.

Das Osterlamm

Ebenfalls weit verbreitet an Ostern ist das sogenannte Osterlamm. Es handelt sich dabei um einen Rührteig in Form eines Lammes, welcher für das Osterfest gebacken wird. Früher sah das Ritual jedoch noch ein wenig anders aus.

Osterlamm
Ein Osterlamm hat heute eine andere Bedeutung als früher. - Pixabay

Im christlichen Glauben symbolisierte ein Lamm früher das Leben. Zudem ist im neuen Testament mit Lamm auch Jesus selbst gemeint. Entstanden ist das Osterlamm aus einem frühen Ritual der Christen. Es war damals üblich, Lammfleisch in den Kirchen unter den Altar zu legen und an Ostern zu essen.

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