Ostern

    Ostern: Wie die Bräuche und Traditionen entstanden sind

    Aline Klötzli
    Aline Klötzli

    Bern,

    Eier färben, Eier suchen, Eier tütschen: Zu Ostern gehören viele Bräuche und Traditionen. Doch was haben diese Rituale mit dem christlichen Feiertag zu tun?

    Ostern Schoko
    Ostern Schoko - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ostern zählt als höchster Feiertag der römisch-katholischen Kirche.
    • In der Vergangenheit haben sich zahlreiche Traditionen und Bräuche zum Fest entwickelt.
    • Sie sind meist Symbole für bestimmte christliche Werte und Konzepte.

    An Ostern feiern die Christen auf der ganzen Welt die Auferstehung von Jesus Christus. Im Laufe der Zeit entwickelten sich für die Feierlichkeiten verschiedene Bräuche – vom Osterhasen bis zum Osterlamm. Doch woher stammen diese Traditionen und was bedeuten sie?

    Der Osterhase als bekanntes Symbol der Ostern

    Zu den wohl bekanntesten Osterbräuchen gehört der Osterhase. Dieser versteckt am Feiertag bunte Eier im Garten. Danach geht für die Kinder die Suche los. Was aber hat der Hase mit Ostern zu tun?

    Vegan Hase ostern
    Der Osterhase gehört zum Fest dazu. Neuerdings in der Schoggi-Variante auch vegan. - pixabay

    Er ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und Leben. Zudem soll er einer Legende zufolge auch ein Bote Gottes sein. Erstmals schriftlich mit dem Fest in Verbindung gebracht wurde der Hase im Jahr 1682.

    Der Arzt Johannes Richier erwähnte ihn dazumal in seiner Arbeit «De ovis paschalibus – von Oster Eiern». Da zum Brauchtum aber mehrere Hypothesen existieren, lässt sich der Ursprung nicht genau deuten.

    Übrigens: Den Osterhasen gibt es heutzutage natürlich auch in der Schoggi-Variante.

    Ostereier in verschiedenen Farben

    Ebenfalls ein beliebtes Ritual für Ostern ist das Ostereier-Färben. Doch während wir die Eier heute in allen Farben bunt bemalen, wurden sie früher vor allem rot gefärbt.

    Ostereier
    An Ostern ist es üblich, Eier bunt zu bemalen. - Pixabay

    Denn die Eier standen im christlichen Glauben einst symbolisch für die Auferstehung Jesu. Die rote Farbe soll demnach auf das vergossene Blut von Jesus hindeuten.

    Eier tütschen

    Sobald die Eier bemalt, versteckt und wieder gefunden wurden, sollten sie natürlich auch gegessen werden. Doch bevor das passiert, kommt es zum «Eiertütschen».

    Bei dem Brauch handelt es sich um ein kleines Spiel. Jeweils zwei Personen treten gegeneinander an und tütschen ihre Ostereier. Sieger des Wettbewerbs ist derjenige mit dem robustesten Ei.

    Osterkerze

    Ein weiteres Ritual für Ostern ist die Osterkerze. Das Brauchtum stammt ursprünglich von einer heidnischen Tradition ab. Mit der Zeit hat sich die Bedeutung der grossen Kerze aus Bienenwachs jedoch verändert. Heute symbolisiert sie, wie viele andere Osterbräuche auch, die Auferstehung von Jesu Christi.

    Ostern Kerze
    Osterkerze - AFP/Archiv

    Die Osterkerze wird in der Kirche in der Nacht auf Ostersonntag erstmals entzündet. Bis hin zu Pfingsten wird sie dann immer wieder entzündet.

    Osterbrunch

    Oft wird an Ostern die ganze Familie für einen grossen Osterbrunch zusammen getrommelt. Dabei dürfen die Ostereier auf dem Tisch natürlich nicht fehlen. Woher die Tradition stammt, ist unklar.

    Vermutet wird, dass es mit der Fastenzeit in Verbindung steht. Die gefärbten Eier im Zeichen für die Auferstehung Jesus wurden demnach mit einem ausgiebigen Frühstück zelebriert.

    Osterbrunch
    Köstliche Ideen für den Osterbrunch. - depositphotos

    Das Osterlamm als weiteres Ritual

    Ebenfalls weit verbreitet an Ostern ist das sogenannte Osterlamm. Es handelt sich dabei um einen Rührteig in Form eines Lammes, welcher für das Osterfest gebacken wird. Früher sah das Ritual jedoch noch ein wenig anders aus.

    Osterlamm
    Ein Osterlamm hat heute eine andere Bedeutung als früher. - Pixabay

    Im christlichen Glauben symbolisierte ein Lamm früher das Leben. Zudem ist im neuen Testament mit Lamm auch Jesus selbst gemeint. Entstanden ist das Osterlamm aus einem frühen Ritual der Christen. Es war damals üblich, Lammfleisch in den Kirchen unter den Altar zu legen und an Ostern zu essen.

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