Nick Hayek

    Nick Hayek geht mit dem Bundesrat hart ins Gericht

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Chef der Swatch-Gruppe Nick Hayek hat in einem Interview die Politik des Bundesrates seit der Verkündigung der Lockerungsmassnahmen heftig kritisiert.

    Der Chef der Swatch-Gruppe Nick Hayek ist mit der Informationspolitik von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zu den Lockerungen der Coronavirus-Massnahmen nicht einverstanden. (Archivbild von 2016)
    Der Chef der Swatch-Gruppe Nick Hayek ist mit der Informationspolitik von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zu den Lockerungen der Coronavirus-Massnahmen nicht einverstanden. (Archivbild von 2016) - sda - KEYSTONE/PATRICK STRAUB

    Das Wichtigste in Kürze

    • Swatch-Chef Nick Hayek geht in der Corona-Krise mit dem Bundesrat hart ins Gericht.
    • Die Ausführungen und Herangehensweise sei zu unsicher gewesen, so der 65-Jährige.
    • Auch bei der schrittweise Öffnung hätte man Alain Berset mit der Angst zu kämpfen gehabt.

    Der Chef der Swatch-Gruppe Nick Hayek hat in einem Interview die Politik des Bundesrates heftig kritisiert. «Bei all seinen Ausführungen war klar eine Verunsicherung und Angst vor der schrittweisen Öffnung spürbar.» Dies sagte der 65-jährige Manager dem «Blick» vom Freitag.

    Am Anfang der Krise, als der Bundesrat den Notstand ausrief, seien die Botschaften noch klar und nachvollziehbar gewesen. Bei den Lockerungen hätten die bundesrätlichen Ausführungen aber einen katastrophalen Eindruck erzeugt, betonte Hayek.

    Klima der Angst und Verunsicherung

    «Bundespräsidentin Sommaruga überbrachte als Kernbotschaft, nachdem sie uns alle wegen Ostern gelobt hatte, etwas völlig Irrelevantes: dass wir einen Monat lang gratis Schweizer Fernsehen sehen dürfen».

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    Swatch-Group-Chef Nick Hayek ist mit der Herangehensweise des Bundesrates an die Corona-Krise nicht zufrieden. - Keystone

    Und bei Alain Berset sei die Angst vor der schrittweisen Öffnung spürbar gewesen, sagte Hayek. «Hier hätte es einen Botschaft gebraucht, die Aufbruchstimmung auslöst», betonte er. Es gehe ihm dabei vor allem um eine schnelle Rückkehr zu einer gewissen Normalität. Ohne ein Klima der Angst und Verunsicherung, hiess es weiter.

    Für seine Swatch-Gruppe zeigte er sich gegenüber dem «Blick» zuversichtlich, die Coronavirus-Krise gut meistern zu können. «Schweizer Uhren sind emotionale, langfristige, werthaltige Produkte», hob Hayek hervor. Kurzfristig habe man sicher eine ausserordentlich negative Situation.

    Unabhängigkeit von den Banken und der Börse

    Aber langfristig seien die Perspektiven in Takt. «Die Swatch Gruppe ist sehr gut aufgestellt, keine Schulden, nicht abhängig von den Banken, oder noch schlimmer von der Börse. Und wir produzieren fast alles selber hier in der Schweiz», erklärte der Manager. Dies verursache zwar riesige Kosten - es sei aber langfristig ein immenser strategischer Vorteil, so Hayek.

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