Nick Hayek

    Nick Hayek: Sogar Bundesräte kaufen 39-Prozent-Zoll-Uhr von Swatch

    Riccardo Schmidlin
    Riccardo Schmidlin

    Biel/Bienne,

    Nick Hayek findet, die Schweiz müsse im Zoll-Streit mehr Rückgrat zeigen. Trotz seiner Provokation verkauft er seine Zoll-Uhr sogar an Bundesräte.

    Nick Hayek
    Die Dachorganisation UNI Global schrieb einen Brief an Swatch-CEO Nick Hayek, um eine Lösung des Konflikts zu erreichen. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Swatch-Chef provoziert mit einer 39-Prozent-Zoll-Uhr den Bundesrat.
    • Doch: Sogar Bundesräte kaufen offenbar die provokante Zoll-Uhr.
    • Die hohe Nachfrage führt zu Sonderschichten.

    Swatch-Chef Nick Hayek bläst nach dem Zoll-Debakel zum Angriff auf den Bundesrat. Das neue Swatch-Modell «What if...tariffs?» zeigt auf dem Zifferblatt die Zahlen 3 und 9 vertauscht – eine Anspielung auf den US-Zollsatz von 39 Prozent.

    «Wir senden die Message: Die Schweiz ist schwach, und sie gibt sofort nach. Wir sind leicht in Panik zu versetzen», erklärte Hayek der «Schweiz am Wochenende».

    Nick Hayek kritisiert Bundesrat – Bundesräte kaufen Zoll-Uhr

    Nun berichtet «CH Media»: Sogar zwei Bundesräte sollen die Zoll-Uhr von Swatch gekauft haben. Offenbar handelt es sich dabei um Wirtschaftsminister Guy Parmelin und ein weiteres Mitglied der Landesregierung.

    Aus den jeweiligen Umfeldern heisst es lediglich, die Uhr gefalle – ein politisches Signal solle damit nicht verbunden sein. Offiziell will man den Kauf aber nicht kommentieren.

    Verkaufspreis der Uhr: 139 Franken.

    Und auf der Werbung steht: «Hopefully, just a limited edition» – hoffentlich nur eine limitierte Edition. Was sich auf die hoffentlich baldige Abschaffung der Mega-Zölle bezieht.

    Schon kurz nach Präsentation war die erste Serie in den Läden vergriffen. «Die Uhr ist abgegangen wie eine Rakete», sagt Nick Hayek gegenüber «CH Media».

    Swatch-Mitarbeiter müssen wegen Zoll-Uhr Sonderschichten leisten

    Die erste Serie sei bereits vergriffen. Doch Nachschub soll folgen.

    Die hohe Nachfrage bedeutet: Sonderschichten in der Nacht und am Wochenende!

    Kaufst du die Anti-Zoll-Uhr?

    Die Lancierung war bewusst als «positive Provokation» gedacht. Hayek wollte damit den Umgang der Schweiz mit den USA kritisieren.

    Bundesrat gibt laut Hayek schwaches Bild

    Der Swatch-Chef wirft dem Bundesrat vor, im Zollstreit «duckmäuserisch» zu agieren und der Schweiz ein schwaches Bild zu geben.

    Nick Hayek
    Die Nau.ch-Leserschaft gibt Nick Hayek in seiner Kritik recht. - Screenshot Nau.ch

    Die Nau.ch-Leserschaft gibt Nick Hayek in diesem Punkt recht. In einer nicht-repräsentativen Umfrage gaben 89 Prozent an, dass die Schweiz «viel mehr Rückgrat» zeigen müsse.

    Kommentare

    User #1530 (nicht angemeldet)

    Warum nicht ?! Finde die Idee gar nicht schlecht. Aus negativem was positives zu machen, statt rumheulen und die Faust im Sack machen.

    User #2585 (nicht angemeldet)

    Da ist die Swatch aber wesentlich witziger. Obwohl das Zolldebakel nicht witzig ist, naja.

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    Thomas Borer
    83 Interaktionen
    Zölle
    sdf
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