Motorfahrzeugversicherungen werden massiv teurer
Die Motorfahrzeugversicherungen ziehen an, denn Hightech treibt Kosten. Auch die Mietkosten schiessen in die Höhe.

Das Wichtigste in Kürze
- Motorfahrzeugsicherungen verteuern sich stark: Um rund 20 Prozent in den letzten 5 Jahren.
- Mehr Technologie macht Reparaturen und Teile deutlich teurer, Prämien steigen weiter.
- Die Teuerung bleibt moderat, doch steigende Mieten belasten Haushalte spürbar.
Motorfahrzeugversicherungen reissen für viele Haushalte in der Schweiz zunehmend ein Loch in das Portemonnaie. Dies zeigt der neu erschienene Comparis-Preisindex zum Thema Wohnen und Mobilität.
Besonders die Prämien für die Motorfahrzeugversicherung stiegen markant an: Um plus 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – stärker als andere Ausgabenposten.
«In den letzten 5 Jahren haben sie sich um rund plus 18,9 Prozent verteuert», schreibt der Vergleichsdienst.
Technologische Entwicklung ist Kostentreiber
Ein Grund dafür liegt in der technologischen Entwicklung der Fahrzeuge. Zu diesen elektronischen Komponenten gehören etwa Sensoren, Kameras, LED-Scheinwerfer und Assistenzsysteme.
Sie erhöhen zwar die Sicherheit – doch für Reparaturkosten sind sie eher Fluch als Segen: «Mehr teure Elektronik in Neuwagen führte zu aufwändigeren Reparaturen und teureren Ersatzteilen», beobachtet Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert.
Ersatzteile wurden in den letzten fünf Jahren um 19,1 Prozent teurer. Auch Service- und Reparaturarbeiten kosten mehr. Hier liegt der Anstieg bei 8,1 Prozent.
Gesamtteuerung bleibt moderat
Dennoch: Die allgemeine Teuerung bleibt auf einem moderaten Niveau. Im Februar 2026 stiegen die Preise für Wohnen und Mobilität gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent.
Das ist leicht über dem Landesindex, der bei 0,1 Prozent liegt. Der Landesindex misst die Preisentwicklung von Waren und Dienstleistungen für Schweizer Haushalte.
Mehr bezahlbarer Wohnraum ist «dringend nötig»
Ein weiterer Bereich, in dem die Preise deutlich angestiegen sind, ist bekanntlich das Wohnen.
Die Wohnungsmieten legten innerhalb eines Jahres um 1,4 Prozent zu. Wohnen bleibt damit ein zentraler Kostenfaktor.
Renkert: «Das ist besonders für einkommensschwache Haushalte bitter, da die Wohnungsmiete den grössten Budgetposten darstellt.»
Er appelliert: «Die Schaffung von zusätzlichem und bezahlbarem Wohnraum ist dringend nötig.»

















