Migros

Migros warnt vor Betrug mit angeblich kostenlosen Geschenken

Esada Kunic
Esada Kunic

Zürich,

Gefälschte Migros-Angebote kursieren derzeit im Netz. Wer seine Zahlungsdaten eingibt, tappt in eine Phishing-Falle. Migros nennt Warnsignale.

migros kreditkarten Phishing
Kriminelle versprechen im Namen von Migros kostenlose Geschenke – und wollen damit an Kreditkartendaten gelangen. (Symbolbild) - keystone

Kriminelle versuchen derzeit, unter dem Namen Migros an persönliche Zahlungsdaten zu gelangen. Sie versprechen ein kostenloses Geschenk – angeblich müssten nur die Versandkosten bezahlt werden.

Wer darauf eingeht, wird auf eine gefälschte Website weitergeleitet, wie «blue News» berichtet. Dort sollen Kreditkarten- oder andere Zahlungsdaten eingegeben werden.

Hast du schon einmal eine verdächtige Nachricht erhalten, die angeblich von Migros stammte?

Die Betrugsmasche wurde öffentlich, als ein Nutzer auf LinkedIn seinen Unmut über ein solches Angebot äusserte. Er war zunächst davon ausgegangen, dass das Geschenk tatsächlich von Migros stamme.

Migros wehrt sich gegen Missbrauch der Marke

Migros reagierte rasch und klärte in einem Kommentar unter dem Beitrag auf, dass es sich um einen Phishing-Versuch handelt.

Migros-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir erklärte, dass die Marke missbräuchlich genutzt werde, um Vertrauen zu wecken, wie «blue News» meldet.

Wer eine echte Geschenkkarte bei Migros bestellen möchte, kann dies kostenlos tun. Wer also für den Versand bezahlen soll, steht vor einem klaren Betrugsversuch.

So erkennt man die Falle

Migros nennt mehrere Warnsignale, auf die Kunden achten sollen. Dazu gehören unpassende Absenderadressen, Schreibfehler, fehlerhafte Logos und künstlicher Zeitdruck, so «blue News».

Auch unverlangte, besonders attraktive Angebote gelten laut Sprecherin Huguenin-dit-Lenoir als Alarmsignal. Sie empfiehlt, solche Angebote stets über die offiziellen Migros-Kanäle zu überprüfen.

Wer auf eine gefälschte Website hereingefallen ist und Kreditkartendaten eingegeben hat, sollte sofort das Kreditkarteninstitut informieren. «Cybercrimepolice.ch» empfiehlt zudem, die Karte umgehend sperren zu lassen und eine neue zu bestellen.

Phishing als weitverbreitetes Phänomen

Dass Migros für Phishing-Angriffe missbraucht wird, ist kein Einzelfall. Erst kürzlich verurteilte das Strafgericht Baselland einen SMS-Betrüger zu zehn Monaten bedingter Haftstrafe, berichtet «SRF».

Visa Kreditkarte migros
Gefälschte Gratis-Angebote kursieren derzeit im Netz. Wer seine Zahlungsdaten eingibt, tappt in eine Phishing-Falle, warnt die Migros. (Symbolbild) - keystone

Laut «SRF» verschickte der Mann an einem einzigen Tag betrügerische Nachrichten an rund 100'000 Smartphones – mithilfe eines sogenannten SMS-Blasters. Einen Landesverweis von fünf Jahren gab es zusätzlich zur bedingten Freiheitsstrafe.

Bei Phishing handelt es sich laut «cybercrimepolice.ch» oft um gut organisierte kriminelle Netzwerke. Dabei zieht ein erstes Glied der Kette die Opfer an, weitere Täter übernehmen dann die eigentliche Datenmissbräuchigung.

Kommentare

User #3413 (nicht angemeldet)

Migros und Geschenke, dazu kostenlos? Das passt absolut nicht. Also müsste es eigentlich jedermann klar sein, dass es sich um eine Fake-Meldung handelt.

User #1642 (nicht angemeldet)

Tja die Daten werden immer wie gläsern, und viele fallen dann leider darauf rein. Die Sicherheit ist nirgend zu 100% gewährleistet.

Weiterlesen

Kommunikation
24 Interaktionen
Cybersicherheit
Booking
91 Interaktionen
Hackerangriff
Phishing Betrug
10 Interaktionen
Betrug in Baselland

MEHR MIGROS

Die Migros an der Alpsteinstrasse ist seit zwei Wochen rund um die Uhr offen.
275 Interaktionen
Herisau
2 Interaktionen
Zürich
Migros
Zu wenig drin

MEHR AUS STADT ZüRICH

sonnenfinsternis
1 Interaktionen
Experte erklärt
Hofstetter Widmer
12 Interaktionen
GLP vs. SVP