Migros warnt vor Betrug mit angeblich kostenlosen Geschenken
Gefälschte Migros-Angebote kursieren derzeit im Netz. Wer seine Zahlungsdaten eingibt, tappt in eine Phishing-Falle. Migros nennt Warnsignale.

Kriminelle versuchen derzeit, unter dem Namen Migros an persönliche Zahlungsdaten zu gelangen. Sie versprechen ein kostenloses Geschenk – angeblich müssten nur die Versandkosten bezahlt werden.
Wer darauf eingeht, wird auf eine gefälschte Website weitergeleitet, wie «blue News» berichtet. Dort sollen Kreditkarten- oder andere Zahlungsdaten eingegeben werden.
Die Betrugsmasche wurde öffentlich, als ein Nutzer auf LinkedIn seinen Unmut über ein solches Angebot äusserte. Er war zunächst davon ausgegangen, dass das Geschenk tatsächlich von Migros stamme.
Migros wehrt sich gegen Missbrauch der Marke
Migros reagierte rasch und klärte in einem Kommentar unter dem Beitrag auf, dass es sich um einen Phishing-Versuch handelt.
Migros-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir erklärte, dass die Marke missbräuchlich genutzt werde, um Vertrauen zu wecken, wie «blue News» meldet.
Wer eine echte Geschenkkarte bei Migros bestellen möchte, kann dies kostenlos tun. Wer also für den Versand bezahlen soll, steht vor einem klaren Betrugsversuch.
So erkennt man die Falle
Migros nennt mehrere Warnsignale, auf die Kunden achten sollen. Dazu gehören unpassende Absenderadressen, Schreibfehler, fehlerhafte Logos und künstlicher Zeitdruck, so «blue News».
Auch unverlangte, besonders attraktive Angebote gelten laut Sprecherin Huguenin-dit-Lenoir als Alarmsignal. Sie empfiehlt, solche Angebote stets über die offiziellen Migros-Kanäle zu überprüfen.
Wer auf eine gefälschte Website hereingefallen ist und Kreditkartendaten eingegeben hat, sollte sofort das Kreditkarteninstitut informieren. «Cybercrimepolice.ch» empfiehlt zudem, die Karte umgehend sperren zu lassen und eine neue zu bestellen.
Phishing als weitverbreitetes Phänomen
Dass Migros für Phishing-Angriffe missbraucht wird, ist kein Einzelfall. Erst kürzlich verurteilte das Strafgericht Baselland einen SMS-Betrüger zu zehn Monaten bedingter Haftstrafe, berichtet «SRF».

Laut «SRF» verschickte der Mann an einem einzigen Tag betrügerische Nachrichten an rund 100'000 Smartphones – mithilfe eines sogenannten SMS-Blasters. Einen Landesverweis von fünf Jahren gab es zusätzlich zur bedingten Freiheitsstrafe.
Bei Phishing handelt es sich laut «cybercrimepolice.ch» oft um gut organisierte kriminelle Netzwerke. Dabei zieht ein erstes Glied der Kette die Opfer an, weitere Täter übernehmen dann die eigentliche Datenmissbräuchigung.












