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Hacker nutzen Booking-Reisedaten – Schweizerin verliert 8000 Franken

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Bern,

Nach einem Datenklau bei Booking laufen erste Phishing-Angriffe. Eine Kundin aus der Schweiz verlor über 8000 Franken.

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Eveline Scheidegger verlor durch das Booking-Phishing über 8000 Franken. - keystone/Screenshot SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Booking.com wurden Kundendaten gestohlen, erste Phishing-Fälle laufen.
  • Eine Betroffene verlor wegen eines Twint-Links über 8000 Franken.
  • Auch Hotels wurden teils gehackt, um Gäste gezielt zu Zahlungen zu drängen.

Bei Booking.com wurden im Frühjahr persönliche Kundendaten gestohlen. Betroffen waren laut Unternehmen Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Buchungsdetails. Zahlungsdaten, Passwörter und Wohnadressen seien nicht betroffen gewesen.

Nach dem Datenabfluss warnte Booking seine Kundinnen und Kunden vor möglichen Phishing-Angriffen. Jetzt sind erste Betrugsversuche bekannt.

Betrüger locken mit angeblicher Rückerstattung

Betroffene werden etwa in gefälschten WhatsApp-Nachrichten aufgefordert, ein Formular für eine angebliche Rückerstattung auszufüllen. Denn man habe für den Aufenthalt zu viel bezahlt.

«Ich habe auf den Link geklickt und wurde zu Twint weitergeleitet. Ich dachte, so erhalte ich die Rückerstattung», erzählt Eveline Scheidegger gegenüber SRF. Sie hatte mit ihrer Familie eine Ferienwohnung in Italien gebucht.

Innerhalb eines Tages verschafften sich die Hacker Zugang zu mehreren von Scheideggers Konten und räumten diese leer. Verlust: Über 8000 Franken.

Echte Buchungsdaten erhöhen Glaubwürdigkeit

Besonders glaubwürdig wirken die Nachrichten, weil echte Buchungsdaten verwendet werden. Dazu gehören Hotelname, Buchungsnummer und Reisedatum.

Verdächtig sind jedoch oft die Absenderadressen.

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Auch bei Patricia Taubert haben die Betrüger ihr Glück versucht. Sie hat den Link jedoch nicht angeklickt. - Screenshot SRF

Eine weitere Betrugsmasche ist die Übernahme von Konten über gehackte Hotelsysteme.

Patricia Taubert erhielt ebenfalls eine WhatsApp-Nachricht, vermeintlich von ihrem Hotel. Sämtliche Informationen, die sie weitergegeben habe, waren dort hinterlegt.

«Das sah einfach sehr echt aus. Sie haben weitere Informationen angefordert, damit meine Buchung erhalten bleibt. Dort war dann ein Link hinterlegt, den ich anklicken sollte», erklärt Taubert in der SRF-Sendung «10vor10».

Glücklicherweise hat sie es aber nicht getan.

Booking warnt vor Zahlungen über WhatsApp

Booking betont, dass das Unternehmen nicht über WhatsApp kommuniziert und auf diesem Weg keine Zahlungsdaten verlangt. Auch Zahlungsaufforderungen, die von den offiziellen Buchungsdetails abweichen, sollten misstrauisch machen.

Nutzt du Booking.com für deine Hotelbuchungen?

Reisende sollen bei verdächtigen Nachrichten keine Links öffnen und keine sensiblen Daten eingeben. Bei Unsicherheit empfiehlt Booking, direkt den Kundenservice zu kontaktieren.

Kriminelle geben sich als Hotels aus

Zusätzlich warnt Booking vor Angriffen auf Hotels. In einzelnen Fällen hätten Kriminelle Zugriff auf Konten von Unterkünften erhalten und sich gegenüber Gästen als Hotel ausgegeben. Ziel waren Zahlungen ausserhalb der Plattform.

Sicherheitsexperte Christian Folini warnt gegenüber SRF derweil vor ähnlichen Angriffen auch auf anderen Plattformen. Die Betrugsversuche würden professioneller, «noch besser, noch persönlicher».

Kommentare

User #3726 (nicht angemeldet)

Ich habe Twint eingerichtet, wobei ich mit der Prepaid Variante verfahre. Damit ist kein Zugriff auf Bankkonti möglich. Ich bezahle jeweils CHF 200 ein und das reicht für so kleine Zahlungen. Ein Verlust würde sich so auch in Grenzen halten.

User #2926 (nicht angemeldet)

Gegen Bargeld wettern und bei digitalen Kontoplünderungen jammern.

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