Stadt Zürich

    Gäste nutzen rege das Angebot von selbstfahrenden Autos im Furttal

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Im Furttal haben am Montag 15 Fahrgäste die beiden ersten selbstfahrenden Autos im Furttal genutzt. Zwei Fahrgäste buchten gleich mehrere Fahrten. Noch werden sie begleitet von Sicherheitsfahrern.

    Furttal selbstfahrendes Auto
    Die selbstfahrenden Autos können seit Montag von der Bevölkerung genutzt werden. - keystone

    20 Fahrten absolvierten die selbstfahrenden Autos am Montag im Furttal, wie Gesamtprojektleiterin Christine Mauelshagen auf Anfrage von Keystone-SDA sagte. Der erste Fahrgast, ein junger Mann aus Otelfingen, habe sich nach Boppelsen fahren lassen und gleich wieder zurück. Er sei begeistert gewesen von der neuen Transportart.

    Andere Fahrgäste wollten von den Sicherheitsfahrern wissen, ob man auch während der Fahrt sein Ziel umbuchen könne. Oder ob die Fahrer noch eingreifen müssen. Zwischenfälle während der Fahrten, die von 13 bis 17 Uhr gebucht werden konnten, habe es keine gegeben, wie die Sicherheitsfahrer rückgemeldet hätten. Einzig die App habe einmal kurz nachjustiert werden müssen.

    750 Registrierungen auf der App

    Für die Fahrten müssen sich die Fahrgäste vorab auf der App «iamo», was für «intelligente automatisierte Mobilität» steht, registrieren und ihre gewünschte Fahrt buchen. «Wir hatten 750 Registrierungen in der App am Montag», sagte Mauelshagen. Sie sei sehr zufrieden mit dem Start für das Bevölkerungsangebot. Dieses sei ein weiterer Meilenstein der autonomen Mobilität.

    Nach Buchung der Fahrt holen die selbstfahrenden Autos bis zu drei Passagiere an den knapp 100 vordefinierten Haltepunkten in den Gemeinden Boppelsen, Dänikon, Hüttikon und Otelfingen ab.

    Machen dir selbstfahrende Autos Angst?

    Die Grundpauschale für eine Fahrt beträgt 4,70 Franken, der Kilometerpreis kostet 38 Rappen. Das Angebot kann täglich von 13 bis 17 Uhr genutzt werden.

    Seit Sommer 2025 wurden die Fahrzeuge im Furttal getestet und für den automatisierten Betrieb vorbereitet. Dazu sind seit der Bewilligung durch das Bundesamt für Strassen (Astra) im November 2025 drei Fahrzeuge mit Sicherheitspersonen im regulären Strassenverkehr unterwegs. Bislang noch ohne Passagiere.

    Den öffentlichen Verkehr ergänzen

    Das Projekt mit den selbstfahrenden Autos soll zeigen, wie der öffentliche Verkehr ergänzt werden kann, wo klassische Angebote an ihre Grenzen stossen. Zum Beispiel während Randzeiten oder in dünn besiedelten Regionen. Das Furttal wurde wegen seiner vielfältigen Siedlungsstruktur, seiner Grösse und des bestehenden ÖV-Netzes mit einer zentralen S-Bahn-Linie als Testregion ausgewählt.

    Das Projekt wird vom Swiss Transit Lab, den Kantonen Zürich und Aargau sowie der SBB getragen, läuft seit Ende 2024 und ist auf bis zu fünf Jahre ausgelegt.

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    Kommentare

    User #3966 (nicht angemeldet)

    Da ich im Furttal wohne, sind mir diese Autos schon oft begegnet in den letzten Wochen wenn ich selber mit dem Fahrzeug unterwegs war. Mehrere Male musste ich erleben, wie unberechenbar die noch sind! Ueberqueren der Mittellinie vor Abbiegungen wo es wegen entgegenkommenden Verkehr zu massiven Unfällen führen kann, vor Abzweigungen abrupt zu stark abbremsen und auf geraden, überschaubaren Strecken ungewöhnlich zu beschleunigen oder zu langsam unterwegs sein und den nachfolgenden Verkehr ausbremsen. Der Unfall in Dänikon zeigt ein weiteres Merkmal der Unzulänglichkeit, nämlich, dass anscheinend die Sensoren nicht optimal funktionieren oder nicht zum Chassis abgestimmt sind. Ich gehe davon aus, dass der Unfall an der neu montierten 30er Signalisation eingangs Dänikon von Dällikon her kommend in die Alte Landstrasse passierte, weil zeitnah dort Polizei am Fotografieren war. Wenn man dort einen Augenschein nimmt, wird einem klar, dass es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit ist, dass hier ein weiterer Unfall geschehen kann. Die Tafel mit dem massiven Betonsockel rundherum (etwas schwer zu erkennen beim Einfahren in die Alte Landstrasse) ist so nahe gegen die Hauptstrasse montiert, dass man bei Gegenverkehr vom Unterdorf her halten muss und bei LKW's dann das Heck des Fahrzeuges noch auf der Hauptstrasse ist. Der nachfolgende Verkehr wird dadurch überraschend zum Abbremsen bis zum Stillstand gezwungen.

    User #704 (nicht angemeldet)

    Wer ist verantwortlich, wenn so ein selbstfahrendes Auto einen Fussgänger überfährt oder sonst einen Unfall baut? Mir scheint, dass die Menschheit sich allmählich selber ausschaltet.

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