«Meteo»-Chef Flury wirft mit Jugendwörtern um sich
«Nöd so deep», «Peak» und «Würd mi»: SRF-Wetterfrosch Gaudenz Flury wirbelt die frisch gekürten Jugendwörter durch die Wetterprognose.
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Das Wichtigste in Kürze
- SRF-Wetterfrosch Gaudenz Flury überrascht am Dienstagabend mit einer ordentlichen Ladung Jugendslang.
- «Würd mi», «Nöd so deep» und «Peak» sind die drei beliebtesten Jugendwörter der Deutschschweiz.
- Der neue «Meteo»-Chef ist für seinen Humor bekannt und sorgt immer wieder für lustige Momente. So auch jetzt.
Huch, was ist denn da bei SRF-«Meteo» los?
Statt schnörkelloser Wetteransage gibt’s am Dienstagabend eine ordentliche Ladung Jugendslang. Wetterfrosch Gaudenz Flury (46) tauscht die gewohnte Meteorologen-Sprache kurzerhand gegen die Lieblingswörter der jungen Generation.
Und siehe da: Auch Hochnebel, Wolken und Gipfelwetter klingen plötzlich ziemlich hip.
Im Hochnebel? Da «würd’s mich»! Denn das sei «nöd so deep». Dafür sei das Wetter obenaus «peak» – vor allem auf den «peaks», also den Berggipfeln.
Alles klar? Nicht ganz? Egal!
Flury zieht die Nummer mit einem Augenzwinkern durch und landet zum Schluss wieder auf vertrautem Terrain: «Nicht das Jugendwort des Jahres, aber Davoser-Deutsch ist ‹hübscher Abend›. Und das wünsche ich Ihnen jetzt.»
Dann noch ein lässiges «Adieu mitenand» – und Feierabend.

So gut scheint Flury seine eigene Jugendslang-Show zu gefallen, dass er den Ausschnitt gleich selbst auf Instagram teilt. Sein selbstironischer Kommentar dazu: «Wie cringe ist das? Peak!»
«Cringe» bedeutet so viel wie peinlich oder zum Fremdschämen – Flury nimmt sich also gleich selbst aufs Korn.
Jugendwort des Jahres
Der Anlass für Flurys sprachlichen Höhenflug ist durchaus historisch: Erstmals wurde ein Jugendwort für die ganze Schweiz gewählt – und zwar in allen vier Landessprachen.
Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren konnten ihre Vorschläge einreichen. In der Deutschschweiz kürte eine Jugendjury die drei Favoriten. Ganz oben auf dem Podest steht «Würd mi». Die Kurzform bedeutet so viel wie «Das würde mich nerven».
«Nöd so deep»
Auf Platz zwei folgt «Nöd so deep», eine Mischung aus Mundart und Englisch. Übersetzt heisst das ungefähr: «Nimm es nicht so ernst.»
Und «Peak»? Das englische Wort für Gipfel steht im Jugendjargon für etwas besonders Gutes. Ein Konzert kann also «peak» sein – und bei Flury offenbar auch das Wetter auf den Bergspitzen.
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Dass der Bündner die neuen Trendwörter nicht einfach trocken herunterbetet, versteht sich fast von selbst.
Seit Gaudenz Flury bei SRF Meteo vor der Kamera steht, sorgt er nämlich immer wieder für heitere Momente. Und mit seiner neuen Rolle als Chef dürfte der Spassfaktor bei den Wetterprognosen kaum kleiner werden. Der 46-Jährige ist seit Juni der Nachfolger von Thomas Bucheli (65), der Ende Mai in den Ruhestand ging.
Plüsch-Affe als Assistent
Wie viel Humor in Flury steckt, zeigte sich schon beim «Groundhog Day». Während andernorts ein Murmeltier über die Dauer des Winters entscheidet, setzte der Bündner auf einen Plüsch-Affen namens «Phil».
Feierlich hob er ihn über den Studioboden und verkündete mit ernster Miene: «Phil sieht seinen Schatten – also noch sechs Wochen Winter!»
Und wenn die Technik streikt, läuft Flury erst recht zur Form auf. Als einmal der Grafikcomputer ausfiel, zauberte er kurzerhand ausgedruckte Wetterkarten hervor. Sein trockener Kommentar: «Heute kommt das Wetter analog.»
Statt sich aus dem Konzept bringen zu lassen, moderierte er einfach weiter.
















