Massnahmen für Jessica Moretti um drei Monate verlängert

Keystone-SDA
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Crans-Montana,

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Wallis hat die Massnahmen für Jessica Moretti im Zusammenhang mit den Ermittlungen zur Brandkatastrophe von Crans VS um drei Monate verlängert. Eine gleichlautende Entscheidung dürfte in Kürze auch für Jacques Moretti ergehen.

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Wallis hat die Massnahmen für Jessica Moretti (rechts) um drei Monate verlängert. Eine gleichlautende Entscheidung dürfte in Kürze auch für ...
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Wallis hat die Massnahmen für Jessica Moretti (rechts) um drei Monate verlängert. Eine gleichlautende Entscheidung dürfte in Kürze auch für ... - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Die sogenannten Ersatzmassnahmen, die am 13. Januar für drei Monate angeordnet worden waren, wurden bis zum 10. Juli 2026 verlängert. Sie bestehen aus einem Verbot, die Schweiz zu verlassen, sowie der Pflicht, sich täglich bei einer Polizeistelle zu melden.

«Wir müssen diesen Schritt alle drei Monate vornehmen», sagte die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud am Mittwoch der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie bestätigte damit eine Meldung der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos.

Am 17. April richtete die Walliser Staatsanwaltschaft ein Schreiben an das Zwangsmassnahmengericht, mit dem Antrag, die derzeit gegen Jacques Moretti verhängten Ersatzmassnahmen – identisch mit denen seiner Ehefrau – ebenfalls um drei Monate zu verlängern. Das Gericht wird seine Entscheidung in Kürze bekannt geben.

Die Staatsanwaltsschaft zog die Ausweis- und Aufenthaltsdokumente von Jessica Moretti bereits im Januar wegen des Brandes in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht ein. Zudem bezahlte das Ehepaar eine Kaution in Höhe von rund 200’000 Franken.

Rechtlich kann eine Ersatzmassnahme von der Justiz angeordnet werden, um Risiken wie Flucht, Verdunkelung oder Rückfall zu begegnen, wobei gleichzeitig der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gewahrt bleiben muss.

Bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Neujahrsnacht waren 41 Menschen ums Leben gekommen und 115 verletzt worden.

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