Im Wallis müssen 13 Campingplätze per sofort schliessen
Kurz vor Beginn der Sommersaison müssen im Wallis 13 Campingplätze wegen Naturgefahren sofort schliessen.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Wallis müssen 13 Campingplätze unverzüglich schliessen, sieben davon im Oberwallis.
- Grund dafür sind Naturgefahren wie Hochwasser und Lawinen.
- Der Entscheid sorgt für Kritik aus Politik und Gemeinden.
Kurz vor der Sommersaison sorgt ein Entscheid der kantonalen Behörden im Wallis für Unruhe in der Tourismusbranche.
Insgesamt 13 Campingplätze müssen ihren Betrieb einstellen, sieben davon befinden sich im Oberwallis. Die Betreiber wurden per eingeschriebenem Brief über ein sofortiges Benützungsverbot informiert. Die Massnahme gilt umgehend.
Zwar können die Betroffenen laut der Walliser Zeitung «Pomona» Beschwerde einreichen, diese hat jedoch keine aufschiebende Wirkung. Wer den Betrieb dennoch weiterführt, riskiert Geldstrafen.
Kanton begründet Entscheid mit Sicherheitsbedenken
Der Kanton begründet den Schritt mit Sicherheitsbedenken. Analysen hätten gezeigt, dass mehrere Anlagen stark von Naturgefahren betroffen sein könnten, etwa durch Hochwasser oder Lawinen.
Aus Sicht der Behörden ist deshalb ein rasches Eingreifen nötig, um mögliche Risiken für Gäste zu vermeiden. Demnach beruft sich der Kanton auf eine Analyse einer Arbeitsgruppe zu Naturgefahren.
Diese habe ergeben, dass einige Campingplätze besonders gefährdet seien und deshalb kurzfristige Massnahmen nötig seien.
Betroffen sind unter anderem Campingplätze in Gampel, Saas-Grund, Saas-Balen, Täsch oder im Goms. Einige Anlagen existieren bereits seit Jahrzehnten und gelten als wichtiger Bestandteil des lokalen Tourismus.
Tourismusvertreter äussern Kritik
Der Schritt sorgt jedoch für Kritik. Tourismusvertreter und Gemeinden warnen vor wirtschaftlichen Folgen, da viele Regionen stark von Campinggästen abhängig sind. Gerade kleinere Gemeinden befürchten Einbussen bei Logiernächten und Einnahmen.

Unklar ist derzeit, wie viele Campingplätze langfristig wieder öffnen können. Der Kanton prüft nun mögliche Schutzmassnahmen oder Verlegungen einzelner Anlagen.











