Im Wallis müssen 13 Campingplätze per sofort schliessen

Simon Huber
Simon Huber

Oberwallis,

Kurz vor Beginn der Sommersaison müssen im Wallis 13 Campingplätze wegen Naturgefahren sofort schliessen.

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Aufgrund von drohenden Naturgefahren müssen 13 Walliser Campingplätze per sofort schliessen. So auch der Rhodania Campingplatz in Reckingen. - Screenshot Google Maps

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Wallis müssen 13 Campingplätze unverzüglich schliessen, sieben davon im Oberwallis.
  • Grund dafür sind Naturgefahren wie Hochwasser und Lawinen.
  • Der Entscheid sorgt für Kritik aus Politik und Gemeinden.

Kurz vor der Sommersaison sorgt ein Entscheid der kantonalen Behörden im Wallis für Unruhe in der Tourismusbranche.

Insgesamt 13 Campingplätze müssen ihren Betrieb einstellen, sieben davon befinden sich im Oberwallis. Die Betreiber wurden per eingeschriebenem Brief über ein sofortiges Benützungsverbot informiert. Die Massnahme gilt umgehend.

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Zwar können die Betroffenen laut des Walliser Portals «Pomona» Beschwerde einreichen, diese hat jedoch keine aufschiebende Wirkung. Wer den Betrieb dennoch weiterführt, riskiert Geldstrafen.

Kanton begründet Entscheid mit Sicherheitsbedenken

Der Kanton begründet den Schritt mit Sicherheitsbedenken. Analysen hätten gezeigt, dass mehrere Anlagen stark von Naturgefahren betroffen sein könnten, etwa durch Hochwasser oder Lawinen.

Aus Sicht der Behörden ist deshalb ein rasches Eingreifen nötig, um mögliche Risiken für Gäste zu vermeiden. Demnach beruft sich der Kanton auf eine Analyse einer Arbeitsgruppe zu Naturgefahren.

Diese habe ergeben, dass einige Campingplätze besonders gefährdet seien und deshalb kurzfristige Massnahmen nötig seien.

Betroffen sind unter anderem Campingplätze in Gampel, Saas-Grund, Saas-Balen, Täsch oder im Goms. Einige Anlagen existieren bereits seit Jahrzehnten und gelten als wichtiger Bestandteil des lokalen Tourismus.

Tourismusvertreter äussern Kritik

Der Schritt sorgt jedoch für Kritik. Tourismusvertreter und Gemeinden warnen vor wirtschaftlichen Folgen, da viele Regionen stark von Campinggästen abhängig sind. Gerade kleinere Gemeinden befürchten Einbussen bei Logiernächten und Einnahmen.

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Tourismusvertreter kritisieren den Entscheid des Kantons. - Screenshot Google Maps

Unklar ist derzeit, wie viele Campingplätze langfristig wieder öffnen können. Der Kanton prüft nun mögliche Schutzmassnahmen oder Verlegungen einzelner Anlagen.

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Kommentare

User #1548 (nicht angemeldet)

Beim letzten Naturunglück war aber hauptsächlich das Dorf betroffen und nicht der Camping! Betrifft der Entscheid jetzt auch die Dorfbewohner? Sorry aber das stinkt zum Himmel, denn um Sicherheit geht es dann ja wohl nicht. 😏

User #2487 (nicht angemeldet)

Der Campingplatz in Reckingen ist schon sehr nahe am Flusslauf. In Betten hat der Rotten bereits einen grossen Teil eines zum Glück nicht besetzten Campingplatzes weggeschwemmt. Wenn die Behörden nichts unternehmen und es zu Unglück kommt, schreien wieder alle auf. Richtig so, man muss in der Schweiz überall eine Risikoanalyse machen.

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