Im UG der «Constellation» gab es noch eine Bar

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Crans-Montana,

Nach der tödlichen Brandnacht von Crans-Montana VS werden neue Details zur Bar «Le Constellation» bekannt. Darunter auch Hinweise auf bislang verborgene Räume.

Unglücks-Bar
Verschneit und abgesperrt: Die Unglücks-Bar in Crans-Montana am 8. Januar. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Silvesternacht kam es in einer Bar in Crans-Montana VS zu einem tödlichen Brand.
  • Anhand Rekonstruktionen lässt sich nun eine weitere verborgene Bar erahnen.
  • Ob diese Bar in der Silvesternacht ebenfalls geöffnet war, ist nicht bekannt.

Eine Etage unter dem Erdboden fing die schallisolierende Schaumstoffdecke in der Silvesternacht Feuer. Die Brand-Tragödie in Crans-Montana VS erschütterte die Schweiz und die Welt.

40 Menschen, die Hälfte davon minderjährig, kamen in der Bar «Le Constellation» ums Leben. Weitere 116 erlitten Verletzungen, ein grosser Teil davon wurde schwer verletzt.

Wie die Infrastruktur der Unglücksbar genau aussah, liess sich lange nur bruchstückhaft nachvollziehen. Nun liegen neue Erkenntnisse vor.

Die «verborgene oder illegale» Bar

Auf Basis von Social-Media-Aufnahmen, Zeugenaussagen und Geodaten hat SRF das Innere der Bar rekonstruiert.

Dabei wurden bisher unbekannte Details entdeckt: Im Untergeschoss soll es neben dem eigentlichen Barbereich weitere, abgeschirmte Räume gegeben haben.

Hinter «Le Constellation» befand sich demnach ein weiterer Treffpunkt mit Raucherecke, genannt «Le Clandestin».

Noch eine Bar in der Bar: «Le Clandestin», zu Deutsch etwa «die Verborgene» im UG. - Tripadvisor

Der Name – übersetzt etwa die «verborgene oder illegale» Bar – deutet auf eine wenig bekannte Nutzung hin. Ob dieser Bereich in der Silvesternacht geöffnet war, ist unklar.

Notausgänge waren «verschlossen»

Die Rekonstruktion erlaubt auch neue Rückschlüsse auf Fluchtwege und Notausgänge. Dass das Sicherheitskonzept gravierende Mängel aufwies, gilt inzwischen als kaum mehr bestreitbar.

Erst kürzlich erhoben ehemalige Mitarbeitende im Gespräch mit dem französischen Sender BFMTV schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Arbeitgeber.

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So sei der Notausgang «verschlossen gewesen». Den Mitarbeitenden sei es «verboten» worden, diese Tür zu öffnen.

Auch der Fluchtweg über eine Treppe, die zuvor verengt worden war, entwickelte sich für viele Feiernde zur tödlichen Falle.

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