Bei Schallpanels: Brandkontrolle versagte auch in Bieler Bar!
In einer Bieler Bar hängt ein potenziell brennbarer Akustikschaumstoff an der Decke. Die Brandschutzkontrolle hat nichts zu beanstanden.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach der Tragödie in Crans-Montana stellt sich auch die Frage nach der Sicherheit in Bars.
- In einer Bieler Bar wurden brennbare Schallpanels bei einer Kontrolle durchgewunken.
Die Brand-Katastrophe von Crans-Montana sorgt für tiefe Erschütterung. 40 Leute kamen dabei ums Leben. Bei rund der Hälfte von ihnen handelt es sich um Schweizerinnen und Schweizer.
Neben der unermesslichen Trauer rückt zunehmend die Frage nach der Sicherheit in den Schweizer Bars in den Fokus. Diese stellt sich auch die Bieler Bar Eldorado, wie «20 Minuten» berichtet.
Denn hier war während Jahren ein potenziell brennbarer Akustikschaumstoff verbaut. Dieser ähnelte dem Material, das in Crans-Montana Feuer fing und zur Brand-Katastrophe führte.
Mittlerweile hat Martin Baumann, Besitzer der Bar Eldorado, die Schallpanels entfernt.
00:00 / 00:00
Bei der letzten behördlichen Brandschutz-Kontrolle 2020 blieb das Brand-Risiko des Akustikschaumstoffs unentdeckt.
Der Bericht der Gebäudeversicherung Bern zeigt laut «20 Minuten» auf: Bei der Überprüfung im Jahr 2020 wurden lediglich Mängel bei einer Notausgangstür und einer Notfallleuchte festgestellt und anschliessend behoben.
Tom Glanzmann-Fiorenza, Leiter Kommunikation der Gebäudeversicherung Bern, lässt bei «20 Minuten» verlauten: Es handle sich bei den Schallpanels um «punktuell angebrachte Akustikelemente». Diese seien bei der Kontrolle im Jahr 2020 nicht vermerkt worden.
Die Vorschriften würden klar regeln, welche Materialien verwendet werden dürfen. Glanzmann-Fiorenza betont zudem, dass das Prinzip der Eigenverantwortung bei der Einhaltung von Brandschutzrichtlinien gelte.

Ob nach dem tragischen Brand in Crans-Montana die Kontrollhäufigkeit erhöht wird, bleibt offen. Bei der Gebäudeversicherung Bern orientiere man sich weiterhin an den gesetzlichen Grundlagen.







