Hitze treibt Ertrinkungsgefahr in die Höhe – WHO reagiert
Jedes Jahr sterben weltweit Hunderttausende Menschen durch Ertrinken – jetzt will die WHO mit einem neuen Plan Leben retten.

Das Wichtigste in Kürze
- Die WHO veröffentlicht erstmals einen Aktionsplan gegen Ertrinken.
- Der Klimawandel lässt das Ertrinkungsrisiko bei Hitze deutlich steigen.
- Ufer, Strände, Schwimmunterricht und Rettungskurse sollen Leben retten.
Weltweit ertrinken nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr rund 300’000 Menschen. Und es gehört zu den zehn häufigsten Todesursachen bei den 5- bis 14-Jährigen.
Jetzt hat die WHO erstmals einen Aktionsplan veröffentlicht, um diese Zahlen zu reduzieren.
Der 25. Juli ist der Welttag gegen das Ertrinken. In vielen Ländern wird er für Kampagnen genutzt, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Die WHO empfiehlt Mitgliedsländern unter anderem Massnahmen, wie Ufer und Strände sicherer gemacht werden können. Und schlägt Schwimmunterricht für Kinder sowie Rettungskurse für Sanitäter und interessierte Bürger vor.
Der Plan heisst «Protect» (Schutz), und jeder Anfangsbuchstabe steht für eine Massnahme.
«Der Klimawandel erhöht die Gefahr zu ertrinken», schreibt die WHO. «Extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen treten immer häufiger auf und tragen zu einem erhöhten Ertrinkungsrisiko bei.»
Heisser und gefährlicher
Je wärmer, desto häufiger gingen Menschen zur Abkühlung ins Wasser.
Studien aus Grossbritannien hätten gezeigt: Mit jedem Grad mehr Wärme steigt die Zahl der Ertrinkenden um 7,2 Prozent. Mehr Hitze bedeutet also mehr Gefahr im Wasser.
















