Klimawandel

    Ozonbelastung nimmt wegen Klimawandel weiter zu

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Angesichts der sich häufenden Hitzewellen gewinnt das Problem der Ozonkonzentration in der untersten Schicht der Atmosphäre zunehmend an Bedeutung. Trotz der besseren Luftqualität wird der Ozon-Grenzwert am Boden regelmässig überschritten.

    Drei Brewer-Spektrophotometer für die Ozonmessung, aufgenommen beim Physikalisch-Meteorologischen Observatorium Davos.
    Drei Brewer-Spektrophotometer für die Ozonmessung, aufgenommen beim Physikalisch-Meteorologischen Observatorium Davos. - Keystone/GIAN EHRENZELLER

    Sonniges und trockenes Wetter begünstigt die Bildung von bodennahem Ozon, wie die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) in einem Faktenblatt festhielt. Während die Ozonschicht in der Stratosphäre vor schädlicher UV-Strahlung schützt, belastet das Gas am Boden die Atemwege, schädigt Pflanzen und wirkt als Treibhausgas.

    Zwar habe die Schweiz den Ausstoss von Ozon-Vorläufersubstanzen durch strengere Vorschriften deutlich reduziert. Dennoch würden die Grenzwerte weiterhin regelmässig überschritten. Teilweise lasse sich das auf natürliche Prozesse und die komplexe photochemische Bildung zurückführen. Doch der Klimawandel verschärfe das Phänomen.

    Auch die schützende Ozonschicht erhole sich trotz des Verbots von Fluorchlorkohlenwasserstoffen seit 1989 nur langsam. Der Ausstoss des ozonabbauenden Stoffes Distickstoffmonoxid nehme wegen des weltweit steigenden Düngereinsatzes sogar zu.

    Für die Überwachung der Entwicklung ist der SCNAT zufolge ein globales Monitoring entscheidend. Die Schweiz trage dazu mit der weltweit längsten Ozonmessreihe bei, die vor hundert Jahren in Arosa begonnen wurde und heute vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Meteoschweiz in Davos weitergeführt wird.

    Die ersten Messungen gehen zurück auf den Physiker F. W. Paul Götz, der in Davos ursprünglich die Sonnenstrahlung auf einem Tuberkulose-Sanatorium untersuchte. Er wollte die Auswirkungen des Alpenklimas auf die Gesundheit wissenschaftlich erfassen, wie aus einem Blogbeitrag von Meteoschweiz hervorgeht.

    In Zusammenarbeit mit dem britischen Physiker Gordon Dobson setzte Götz ab dem 23. Juli 1926 ein sogenanntes Dobson-Spektrophotometer ein. Es misst, wie die Atmosphäre das Sonnenlicht je nach Wellenlänge filtert. Dieses Instrument wurde zum weltweiten Standard für die Messung des Gesamtozons und ist noch heute im Einsatz.

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    Kommentare

    User #6865 (nicht angemeldet)

    Wieder ein Problem mehr, das wir jetzt als Folge des Klimawandels präsentiert bekommen. Tatsache ist aber auch: Bodennahes Ozon entsteht nicht einfach wegen höherer Temperaturen, sondern durch Schadstoffe wie Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen in Kombination mit starker Sonneneinstrahlung. Wer das Problem ernsthaft lösen will, muss genau dort ansetzen, statt nur Schlagzeilen mit dem Klimawandel zu produzieren.

    User #6489 (nicht angemeldet)

    sich häufende Hitzwellen waren Sommer 24/25 nicht vorhanden. Man musste sich in diesen zurückliegenden Sommern mit...im Mittel zu warm.. begnügen weil es kühl und regnerisch war. Von Häufung zu schreiben dürfte übertrieben sein.

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