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WHO fordert mehr Einsatz im Kampf gegen Hepatitis B und C

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Genève,

Im Kampf gegen Hepatitis fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr Forschung, mehr Tests und Behandlungen sowie ein stärkeres politisches Engagement. 287 Millionen Menschen weltweit leben laut der WHO mit chronischer Hepatitis B oder chronischer Hepatitis C.

Fast 300 Millionen Menschen sind chronisch mit Erregern von Hepatitis B oder C infiziert. Gegen Hepatitis B gibt es eine Impfung. (Archivbild)
Fast 300 Millionen Menschen sind chronisch mit Erregern von Hepatitis B oder C infiziert. Gegen Hepatitis B gibt es eine Impfung. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/FABIAN SOMMER

Die beiden – nicht miteinander verwandten – Erkrankungen werden durch Viren verursacht, die vor allem per Blut übertragen werden. Die infolge der Infektion entstehenden Leberentzündungen können zu schweren Spätfolgen führen wie Leberzirrhose und Leberkrebs.

Hepatitis B ist die grössere Bürde: Damit leben rund 240 Millionen Menschen weltweit, 1,1 Millionen sterben pro Jahr an Hepatitis B – mehr als doppelt so viele wie an Malaria. An Hepatitis C sterben etwa 240'000 Menschen pro Jahr. Und obwohl die weitaus meisten Hepatitis-C-Erkrankungen seit 2015 geheilt werden können, wurden seitdem nur etwa 20 Prozent der Erkrankten behandelt, wie die WHO anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags am Dienstag bemängelt.

In der Schweiz sind laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zirka 0,5 bis 0,7 Prozent der Bevölkerung chronisch mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert. Die Zahl der Meldungen von Menschen mit akuter Hepatitis B zeige hierzulande eine fallende Tendenz, schreibt das BAG auf seiner Webseite. Auch die Zahl der mit Hepatitis C Infizierten sei rückläufig. Je nach Schätzung seien in der Schweiz 0,1 bis 0,4 Prozent der Bevölkerung chronisch mit dem Erreger von Hepatitis C infiziert.

Die WHO empfiehlt routinemässige Hepatitis-B-Tests bei Schwangeren – und bei Babys von infizierten Frauen sofort nach der Geburt eine Impfung. Auch das BAG empfiehlt eine Impfung im frühen Lebensalter. Ebenso sei eine Impfung von Risikogruppen in jedem Alter empfohlen. Als Beispiele nennt der Bund Beschäftigte im Gesundheitswesen oder Drogenkonsumierende. Gegen Hepatitis C gibt es demnach keine Impfung.

Eine Studie weckte bei Hepatitis-Fachleuten in diesem Frühjahr Hoffnung: Einem chinesischen Team gelang es erstmals, bei einigen Hepatitis-B-Patienten mit einer Kombinationstherapie eine funktionelle Heilung zu erreichen. Funktionelle Heilung bedeutet, dass die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt – auch wenn sie sich später wieder vermehren könnte, etwa, falls das Immunsystem angegriffen ist.

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Kommentare

User #5497 (nicht angemeldet)

who ist gefährlich

User #5612 (nicht angemeldet)

WHO das sind alles Tagediebe. Sie unterstützen die nur Pharmaindustrie mit Gesundheit hat das nichts zu tun.

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