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    WHO warnt nach Himalaya-Flut vor Seuchengefahr

    Keystone-SDA
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    Nepal,

    Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya mit vielen Toten und Vermissten in Nepal und China warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor Seuchengefahr.

    Nepal Sturzflut
    Am Sonntag, dem 30. August 2026, sind am Ufer des Trishuli-Flusses im Distrikt Dhading in Nepal durch Sturzfluten beschädigte landwirtschaftliche Flächen zu sehen. - keystone

    Viele Vertriebene auf engem Raum, Überschwemmungen, stehendes Wasser – all dies erhöhe das Risiko, dass sich ansteckende Krankheiten ausbreiten, sagte ein Sprecher in Genf.

    Die Vereinten Nationen haben nach eigenen Angaben bereits jede Menge Material nach Nepal gebracht. Dazu gehören neben Trinkwasser und Nahrungsmitteln auch Zelte, Nottoiletten, Medikamente, Impfstoffe und Schutzkleidung. Vier Gesundheitseinrichtungen seien völlig zerstört und zwei beschädigt worden, und zwei Kliniken seien nicht mehr erreichbar, sagte der WHO-Sprecher.

    Die Sturzflut war vergangene Woche durch einen Gletscherabbruch ausgelöst worden. Sie spülte Wasser, Eis, Schlamm und Geröll ein Flussbett hinab. Die Massen rissen Häuser und Brücken mit, Gebäude liegen nun meterhoch unter Schlamm. Nach Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA meldet Nepal rund 1.000 Tote, und mehr als 4.200 Menschen würden noch vermisst, darunter auch Touristen. Auf der chinesischen Seite der Grenze war von 16 Toten und knapp 550 Vermissten die Rede.

    Das nepalesische Rote Kreuz will 10.000 Haushalte mit Notunterkünften, Hygieneartikeln und anderem versorgen. «Das ist erst der Anfang», sagte Matt Baden von der Rotkreuz- und Rothalbmondföderation (IFRC) in Nepal. «Ganze Gemeinden sind von der Aussenwelt abgeschnitten, Häuser wurden zerstört und Existenzen zunichtegemacht – und das volle Ausmass der Schäden wird erst dann bekannt sein, wenn die Hochwassergefahr nachlässt und eine Rückkehr sicher ist.» Das Rote Kreuz braucht dafür 25 Millionen Franken.

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