Passagiere haben sich nicht in Feuerland angesteckt
An Bord des Kreuzfahrtschiffs «Hondius» befindet sich auch ein Schweizer. Er gehört laut der BAG-Direktorin Anne Lévy zur Crew.

Das Wichtigste in Kürze
- Das vom Hantavirus-Ausbruch betroffene Schiff soll am Sonntag in Teneriffa anlegen.
- Zur Crew des Kreuzfahrtschiffes gehört auch ein Schweizer, der keine Symptome hat.
- Die WHO sprach am späten Freitagabend von sechs bestätigten Hantavirus-Fällen.
Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff «Hondius» soll laut dem Betreiber am Sonntagmorgen im Hafen von Granadilla auf Teneriffa ankommen.
Darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie niederländische und spanische Gesundheitsbehörden, teilte der Veranstalter Oceanwide Expeditions am Freitagabend mit.
Die WHO sprach von sechs bestätigten Hantavirus-Fällen und zwei Verdachtsfällen. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland.
Eine mit dem Hantavirus wird derzeit im Unispital Zürich behandelt. Zudem ist eine Person aus Genf nach einem Flug mit einem Hantavirus-Erkrankten unter Beobachtung.
Hier findest du die neusten Entwicklungen zum Hantavirus-Ausbruch.
Passagiere haben sich nicht in Feuerland angesteckt
18.19: Der Ursprung des Hantavirus-Ausbruchs liegt nach Einschätzung der örtlichen Behörden nicht in der argentinischen Provinz Tierra del Fuego (Feuerland).
«Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansteckung hier erfolgte, liegt praktisch bei null.» Das sagte der Direktor für Epidemiologie im Gesundheitsministerium der Provinz im äussersten Süden des Landes, Juan Petrina.

Die «Hondius» war am 1. April von der Provinzhauptstadt Ushuaia aus in See gestochen. Später wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle registriert. Drei dieser acht Personen starben.
Wo sich die Menschen mit dem Virus infiziert haben, ist noch immer unklar.
WHO-Chef beruhigt Menschen auf Teneriffa
16.11: Der Direktor der WHO hat erneut versichert, dass es sich beim Hantavirus nicht um ein mit Corona vergleichbares Virus handelt.
«Das ist nicht ein neues Covid.» Das schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Veröffentlichung, mit der er sich direkt an die Bevölkerung von Teneriffa wandte.

Das Risiko für die Menschen auf der Insel sei gering. Zumal auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» kein neuer Verdachtsfall aufgetreten sei, so Tedros.
Die «Hondius» wird am Sonntagmorgen zwischen 4 und 6 Uhr Ortszeit vor dem Hafen von Granadilla erwartet. Die Ausschiffung der Menschen soll bei Tageslicht beginnen.
Die Passagiere werden in versiegelten und bewachten Fahrzeugen durch einen vollständig abgesperrten Korridor an Land gebracht. Und direkt in ihre Heimatländer zurückgeführt.
«Sie werden ihnen nicht begegnen. Ihre Familien werden ihnen nicht begegnen», so der WHO-Chef, der bei der Aktion persönlich dabei sein will.
Heimflüge für europäische Passagiere geplant
15.08: Die Heimreise der deutschen und anderer europäischer Passagiere ist nach Angaben des spanischen Innenministers bereits gesichert.
«Ich kann bestätigen, dass die Rückführungsflüge nach Frankreich, Deutschland, Belgien, Irland und in die Niederlande bereits geplant sind.» Das sagte Fernando Grande-Marlaska bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Mónica García in Madrid.
Nun ist bekannt, wann es für sie nach Ankunft in Teneriffa weitergeht.
Crewmitglied ist Schweizer – gilt als Kontaktperson
11.20: Auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius», auf dem es zu Infektionen mit dem Hantavirus gekommen ist, befindet sich auch ein Schweizer Crewmitglied. Das erklärt BAG-Direktorin Anne Lévy dem SRF.
«Er hat zum Glück keine Symptome, es geht ihm gut», sagt Lévy. Der Schweizer gelte aber als Kontaktperson. Am Freitag hatte die WHO erklärt, dass zurzeit niemand an Bord Symptome zeige.

Ausserdem erklärte die Direktorin des BAG, dass sich ein Schweizer noch immer im Unispital Zürich in Behandlung befinde. Man sei mit ihm in Kontakt, sein Zustand sei gut. Seine Frau habe weiterhin keine Symptome.
Lévy erwartet auch keine weiteren Infektionen mehr in der Schweiz: «Es geht ein paar Tage, bis man weiss, ob jemand krank ist oder nicht. Aufgrund der Tatsache, dass sich bislang niemand mehr gemeldet hat, sind wir zuversichtlich.»












