Hondius veranstaltete Grill-Party nach Ausbruch
Auf der Hondius gelten nach dem Hantavirus-Ausbruch Abstandsregeln. Trotzdem gab es eine Grill-Party, die Passagiere tun, was sie wollen.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen des Hantavirus gelten auf der Hondius Abstandsregeln.
- Laut einem Passagier essen dennoch alle gemeinsam im Restaurant.
- Die Crew organisierte sogar ein Grill-Fest.
Über 100 Personen verharren weiterhin auf der MV Hondius, dem Kreuzfahrtschiff, auf dem das Hantavirus kursierte. Mittlerweile gibt es Hygienevorschriften. Doch allzu ernst werden diese laut der Aussage eines französischen Passagiers nicht genommen.
Gegenüber «BFM TV» sprach er über die Bedingungen an Bord. «Die Leute sind nicht panisch. Aber man spürt, dass die Situation an den Nerven zehrt.»
Erst seit drei Tagen gebe es die Hygienevorschriften. So gelten Abstandsregeln, bei Mahlzeiten sitzen die Passagiere versetzt. «Aber wir essen alle gemeinsam im Restaurant.»
Und: «Es gab ein grosses Grill-Fest an Bord, als ob nichts wäre. Und danach machen alle, was sie wollen.» Einen Lockdown gebe es nicht, die Passagiere müssen also nicht in ihren Kabinen ausharren.
Am 1. April fuhr die Hondius in Ushuaia im Süden Argentiniens los. Fünf Tage danach zeigte ein niederländischer Rentner erste Symptome, am 11. April starb er. Damals wurde noch von einem natürlichen Tod ausgegangen.
Am 24. April legte die Hondius auf Saint Helena an. Die Leiche, die Begleiterin des Mannes sowie weitere Passagiere verliessen das Schiff. Wenig später starb auch die Ehefrau des ersten Opfers.
Anfang Mai starb eine weitere Person an Bord. Erst danach wurde das Hantavirus als Ursache identifiziert. Mittlerweile gibt es fünf bestätigte Fälle und acht Verdachtsfälle. Laut der Reederei zeigt keiner der Passagiere an Bord Symptome.
















