Passagier in Tränen: «Wollen nur nach Hause»
Ein Passagier des Hantavirus-Schiffs bricht in Tränen aus. Das Schlimmste sei die Ungewissheit, er wolle nur nach Hause.

Das Wichtigste in Kürze
- Über 140 Personen sitzen auf dem Hantavirus-Schiff fest.
- Ein Reiseblogger meldet sich von Bord und sagt, er wolle nur nach Hause.
- Nach dem Tränen-Video teilt er ein Foto. Er will sich auf das Positive fokussieren.
- Das Schiff darf nun an einem Hafen auf den Kanarischen Inseln anlegen.
149 Passagiere und Crewmitglieder sitzen auf dem Kreuzfahrtschiff HV Hondius vor Kap Verde fest. Drei Personen starben, drei weitere sind schwer erkrankt. Bei zwei Toten und einem Erkrankten wurde das Hantavirus nachgewiesen. Deshalb durfte das Schiff nicht anlegen, die Passagiere müssen an Bord bleiben.
Unter ihnen ist auch der US-Reiseblogger Jake Rosmarin, der sich auf Instagram zur Lage äussert und dabei in Tränen ausbricht. «Das, was gerade passiert, ist für uns alle hier sehr real.»
Man sei nicht bloss eine Story, eine Schlagzeile. «Wir sind Menschen. Menschen mit Familien, mit einem Leben, mit Menschen, die zu Hause auf uns warten. Wir wollen nach Hause.»
Das Schlimmste sei die grosse Ungewissheit, sagt er. «Alles, was wir wollen, ist, uns sicher zu fühlen, Klarheit zu bekommen. Und nach Hause gehen zu können.»
Mittlerweile ist klar, dass das Schiff auf den Kanarischen Inseln anlegen darf. Die Reederei teilte mit, dass die Niederlande eine Evakuierung der zwei kranken Personen, die noch an Bord sind, vorbereiten.
Ein weiterer Gast, der engen Kontakt zu einem der Todesopfer hatte, soll ebenfalls evakuiert werden. Dafür sollen zwei Spezialflugzeuge eingesetzt werden, der Zeitpunkt ist aber noch unklar.
Das Hantavirus wird in der Regel durch Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht aber auf der MV Hondius von Übertragungen von Mensch zu Mensch aus. Die Reederei teilt auch mit, dass es neben den drei erkrankten Personen keine weiteren Passagiere mit Symptomen gebe.
Reiseblogger: «Versuche, mich auf Positives zu fokussieren»
Die Reederei schreibt in ihrer Mitteilung von einer ruhigen Stimmung, die Passagiere seien gefasst. Auch Reiseblogger Jake Rosmarin scheint es etwas besser zu gehen. Er teilte ein Foto, wie er an der Reling lehnt.
Dazu schreibt er: «Mir geht es gut, wir werden gut versorgt, die Crew kümmert sich um uns. Ich versuchte, mich auf die positiven Dinge zu konzentrieren und ein Lächeln auf dem Gesicht zu haben.»















