Rund 40 Todesopfer und 115 Verletzte nach Brand in Crans-Montana VS

Karin Aebischer
Karin Aebischer

Crans-Montana,

Eine Tragödie erschüttert das Wallis, die Schweiz und die Welt: In einer Bar in Crans-Montana VS sterben rund 40 Personen. Sie fallen einem Brand zum Opfer.

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Eindrücke der dramatischen Ereignisse im Walliser Skiort Crans-Montana zeigen, wie stark die Bar beschädigt wurde. - Kantonspolizei Wallis

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Silvesterfeier im Walliser Skiort Crans-Montana sterben rund 40 Personen.
  • Rund 115 sind verletzt, vielen davon schwer und mit Verbrennungen.
  • Mehrere Opfer dürften aus dem Ausland stammen.
  • Bundespräsident Guy Parmelin tritt in Sion vor die Medien.

Das Jahr hat kaum begonnen, als sich auf der Walliser Sonnenterrasse Crans-Montana eine Katastrophe ereignet.

In der Bar «Le Constellation» des Nobel-Skiorts sterben rund 40 Personen in den Flammen. Rund 115 werden verletzt, viele schwer, erleiden starke Verbrennungen.

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In einem Video auf X ist der Schreckmoment in der Bar in Crans-Montana festgehalten. Das Feuer verbreitet sich rasant, Panik bricht aus. - X/@media_express_e

Das Feuer schlägt rasch um sich. Nur eine Treppe führt aus der Brandhölle hinaus.

Die Opfer müssen mit Helikoptern und Ambulanzen in Spitäler in der ganzen Schweiz gebracht werden.

Der Nau.ch-Ticker hält dich auf dem Laufenden:

18.02: Gemäss Bundespräsident Parmelin gibt es noch Eltern, die nicht wissen, was mit ihren Kindern passiert ist.

Deshalb soll die Identifizierung vorangetrieben werden.

So sieht die Bar nach dem tödlichen Brand aus. - keystone

Laut Reynard wird die Identifizierung der Opfer der Brandkatastrophe «einige Zeit» in Anspruch nehmen. Für die betroffenen Familien sei dies eine «schreckliche» Zeit, räumte er ein.

«Viele warten noch auf Informationen, befinden sich in einem Zustand der Unsicherheit, der menschlich nicht auszuhalten ist», sagt der Staatsrat weiter.

17.50: Ob Champagnerflaschen mit Wunderkerzen drin die Ursache des Feuers seien, könne sie zurzeit nicht sagen, erklärte Pilloud auf die Frage eines Journalisten.

17.45: Man schliesse nicht aus, dass einige Opfer eine ausländische Staatsangehörigkeit hätten, so der Polizeikommandant. Man werde sich aber zuerst an die betroffenen Familien wenden.

17.42: Mehrere Länder wollen nach dem Brand Patientinnen und Patienten übernehmen. So Regierungspräsident Reynard.

Von den 115 Verletzten hätten sich 35 selber in Spitalpflege begeben. Von den übrigen 80 seien viele in kritischem Zustand, berichtete Reynard.

Die Identifizierung der Opfer habe Priorität, so die Oberstaatsanwältin. - keystone

60 Menschen befänden sich im Spital von Sitten. Dieses halte derzeit durch, dank des Engagementes der Teams und der interkantonalen Hilfe.

17.40: Gemäss Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud gibt es mehrere Hypothesen zum Hergang der Brand-Tragödie. «Der ganze Raum hat Feuer gefangen», sagt Pilloud.

Mindestens 40 Tote und 115 Verletzte wurden vor den Medien am Donnerstagabend bestätigt. - keystone

Die Priorität bei der Untersuchung liege nun aber auf der Identifizierung der Todesopfer.

Die Walliser Untersuchungsbehörden setzen alles daran, um die Hintergründe der Katastrophe von Crans-Montana VS auszuleuchten. Das betonte Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud am Donnerstag vor den Medien in Sitten.

Man wolle «so schnell und so umfassend wie möglich» Antworten auf die zahlreichen Fragen geben, die sich die betroffenen Familien stellten, versicherte Pilloud. Zum Hergang des Unglücks verfolge die Staatsanwaltschaft mehrere Hypothesen.

Im Zentrum stehe, dass der ganze Raum Feuer gefangen habe und es dann zu einer Explosion gekommen sei. Mehrere Zeugen seien vernommen worden. Zudem seien Mobiltelefone sichergestellt worden, die nun analysiert würden.

17.32: Polizeikommandant Frédéric Gisler lässt die Nacht Revue passieren. Um 1.32 Uhr seien die ersten Polizisten bei der Bar vor Ort gewesen.

Gegen 5 Uhr morgens seien sämtliche Verletzte versorgt gewesen. Zirka 40 Personen hätten ihr Leben verloren, 115 seien verletzt. Viele davon schwer.

17.30: Staatsratspräsident Mathias Reynard hob die schwierige Arbeit der Einsatzkräfte hervor. «Die Solidarität zwischen den Kantonen funktioniert», so Reynard. Sie sei äusserst wichtig.

Die Solidarität vor Ort ist gross. - keystone

Es sei schwierig, Antworten und Worte zu finden. «Es ist eine nie dagewesene Tragödie». Trotz allem sehe man aber einen Hoffnungsschimmer.

17.25: Gemäss Parmelin waren viele der Opfer jung.

Er dankte allen Ländern, die den Schweizer Behörden ihre Unterstützung zugesichert hätten, und nannte Deutschland, Frankreich und Italien. Die Unterstützung sei aber über die Nachbarländer hinausgegangen, stellte er fest.

Ein schwieriger Moment für Bundespräsident Guy Parmelin. - keystone

«Sie sind nicht allein», versicherte Parmelin den Verletzten. Die Schweiz werde sie mit allen medizinischen Mitteln unterstützen, pflegen und begleiten.

Anerkennung sprach Parmelin den Helferinnen und Helfern aus. Ihr Mut, ihr ruhiges Blut und ihr Engagement angesichts der grausamen Bilder verdienten alle Anerkennung.

17.20: Bundespräsident Parmelin sagte, dies sei «eine der schlimmsten Tragödien in der Geschichte dieses Landes». Der Bundesrat sei erschüttert.

Er verzichte deshalb dieses Jahr auch auf die Neujahrs-Ansprache. Beim Bundeshaus würden die Flaggen fünf Tage lang auf Halbmast gesetzt.

Die Polizei-Korps und die Feuerwehr hätten Szenen gesehen, die unglaublich seien, so der Bundespräsident.

17.15: Bundespräsident Guy Parmelin hat heute seine Neujahrsansprache verschoben. Er ist nun ins Wallis gereist und tritt vor die Medien.

Crans-Montana
Bundespräsident Guy Parmelin am Unglücksort in Crans-Montana VS. - keystone

Dies zusammen mit dem Walliser Staatsratspräsidenten Mathias Reynard, Staatsrat Stéphane Ganzer, Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud, Polizeikommandant Frédéric Gisler und dem Gemeindepräsidenten von Crans-Montana, Nicolas Féraud.

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