GLP: Ja zu Konzernverantwortung, Nein zu Kriegsgeschäfte-Initiative

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Heute Samstag kam es bei der Grünliberalen Partei Schweiz (GLP) zur virtuellen Delegiertenversammlung. Sie sagt Ja zur Konzern-Initiative.

    Grünliberale Partei
    Logo der Grünliberalen Partei. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die GLP empfiehlt ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative.
    • Ein Nein wünscht sie sich bei der Kriegsgeschäfte-Initiative.

    Die Delegierten der Grünliberalen Partei Schweiz (GLP) haben am Samstag an ihrer virtuellen Delegiertenversammlung die Ja-Parole zur Konzernverantwortungsinitiative beschlossen. Ein klares Nein empfehlen die Grünliberalen zur Kriegsgeschäfte-Initiative.

    Die Ja-Parole für die Konzernverantwortungsinitiative fällten die GLP-Delegierten mit 105 zu 48 Stimmen bei sieben Enthaltungen. Dies teilte die Partei am Samstag mit. Mit 108 zu 48 Stimmen bei vier Enthaltungen klar abgelehnt wurde ein Antrag auf Stimmfreigabe.

    Für die Mehrheit sei der indirekte Gegenvorschlag von Parlament und Bundesrat zahnlos. Er trage wichtigen Anliegen der Initiative nicht Rechnung, hiess es in der Mitteilung. Falls die Initiative angenommen werde, würden sich die Grünliberalen dafür einsetzen, dass sie im Sinne des nationalrätlichen Gegenvorschlags umgesetzt werde.

    Initiative trage nichts zum Erreichen der Ziele bei

    Zu dessen Gunsten wäre die Initiative zurückgezogen worden. Der Nationalrat war der Konzernverantwortungsinitiative weiter entgegengekommen als der schliesslich beschlossene indirekte Gegenvorschlag der beiden Kammern.

    Die Nein-Parole zur Initiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» beschlossen die Delegierten mit 104 zu 29 Stimmen. Es gab zwölf Enthaltungen. Die Ziele der Vorlage seien zwar verdienstvoll, die Initiative trage aber nichts dazu bei.

    GLP
    Die Fraktionspräsidentin der Grünliberalen, Tiana Moser. - Keystone

    Statt bestimmte Güter respektive deren Nutzung und Export zu verhindern, verlange die Initiative ein Verbot der Herstellerfinanzierung. Dieser Ansatz sei wenig sinnvoll und werfe ungeklärte Fragen auf.

    Das Volksbegehren verlangt folgendes: Der Schweizerischen Nationalbank, Stiftungen sowie Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge soll die Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten verboten werden. Weiter verlangt die Initiative, dass sich der Bundesrat auf nationaler und internationaler Ebene dafür einsetzt, dass für Banken und Versicherungen dieselben Bedingungen gelten.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Chevalley Kinderarbeit
    86 Interaktionen
    GLP im Fokus
    heiratsstrafe
    427 Interaktionen
    Aus Verärgerung
    Chevalley KVI
    166 Interaktionen
    In Afrika-Gewand

    MEHR GLP

    GLP Linth Forum Kreuz Jona
    1 Interaktionen
    Politik
    Jürg Grossen
    68 Interaktionen
    GLP-Nationalrat
    Steffisburg BE
    Steffisburg BE
    Assistierter Suizid soll auch in privaten Heimen toleriert werden.
    9 Interaktionen
    Sterbehilfe

    MEHR AUS STADT BERN

    1 Interaktionen
    Kritik am Bund
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern