Gemeindepräsident tritt mit sofortiger Wirkung in den Ausstand
Gegen Gemeindepräsident Nicolas Féraud läuft eine Strafuntersuchung. Nun tritt er in allen betroffenen Angelegenheiten in den Ausstand.

Das Wichtigste in Kürze
- Gemeindepräsident Nicolas Féraud gilt nach Brandtragödie als Beschuldigter.
- Nun tritt er in allen damit verbundenen Dossiers mit sofortiger Wirkung zurück.
- Féraud bleibt aber Gemeindepräsident und will mit den Behörden kooperieren.
Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, wird im Zusammenhang mit der Tragödie vom 1. Januar als Beschuldigter geführt. Nun tritt er deshalb in allen damit verbundenen Angelegenheiten mit sofortiger Wirkung in den Ausstand.
Dies teilte der Gemeinderat nach seiner 24. Krisensitzung am Dienstag in einem Communiqué mit.
Féraud schlägt Ausstand selbst vor
Zu Beginn der Sitzung informierte Féraud den Gemeinderat über seinen Status als Beschuldigter und schlug selbst vor, sich aus den weiteren Beratungen zurückzuziehen.
Die Exekutive übertrug daraufhin Gemeinderat Sébastien Rey die Verantwortung für die Dossiers rund um die Tragödie. Zur Begründung wurde auf seine Führungserfahrung als Stabsoffizier und Unternehmer verwiesen.
Staatsanwaltschaft ermittelt – erste Befragung steht bevor
Nach dem Unglück hat die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung eingeleitet. In diesem Zusammenhang soll Féraud erstmals befragt werden.
Er erklärte, vollständig mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen, um zur Klärung der Ereignisse und der Verantwortlichkeiten beizutragen.
Seine Aufgaben als Gemeindepräsident in den laufenden Geschäften behält Féraud trotz seines Ausstands bei.













