Für Subventionen: Tausende Vereine müssen Statuten anpassen
Vereine, die weiterhin von Subventionen der Sportförderung «J+S» profitieren wollen, müssen ihre Statuten anpassen. Auch eine Diversitätsquote ist vorgesehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Sportförderprogramm «Jugend+Sport» (J+S) wird seine Anforderungen künftig erweitern.
- Ab 1. Januar 2026 ist unter anderem eine Diversitätsquote von 40 Prozent vorgesehen.
- Das Bundesamt für Sport (Baspo) möchte damit diskriminierungsfreie Prozesse fördern.
Das Bundesamt für Sport (Baspo) setzt neue Massstäbe für das Sportförderprogramm «Jugend+Sport» (J+S). Vereine, die Subventionen erhalten, müssen schon heute verschiedene Bedingungen erfüllen. Dazu zählen unter anderem Leiterinnen und Leiter mit einer J+S-Ausbildung.
Per 1. Januar 2026 werden die Anforderungen nun erweitert: Künftig müssen die Verbände nachweisen, dass sie die Voraussetzungen einer guten Organisation und Verwaltungsführung erfüllen.
Die unter der früheren Sportministerin Viola Amherd beschlossenen Regeln werden damit strenger. Künftig muss eine Amtszeitbeschränkung für Vorstandsmitglieder festgelegt werden.
Diversitätsquote von 40 Prozent
Zudem soll die Diversitätsquote deutlich verbessert werden. Männer und Frauen sollen im obersten Leitungsorgan, also dem Vorstand, «ausgewogen vertreten» sein. Die Empfehlung liegt dabei bei mindestens 40 Prozent.
Sportorganisationen müssen ausserdem zeigen, dass sie aktiv gegen Fehlverhalten im Sport vorgehen.
Das bedeutet, dass tausende, meist ehrenamtlich geführte Vereine ihre Statuten erneuern müssen. Sonst laufen sie Gefahr, die finanzielle Unterstützung zu verlieren.
Jährliche Überprüfung von bis zu 400 Vereinen
Wie eine Sprecherin des Baspo gegenüber «CH Media» sagt, stehe die Sicherstellung von diskriminierungsfreien, inklusiven und diversitätsfördernden Abläufen im Zentrum.
Diese Prozesse sollen künftig genauer überprüft werden. Insbesondere bei säumigen Vereinen werde man «Augenmass und Verhältnismässigkeit» walten lassen. Jährlich sollen stichprobenartig 100 bis 400 Vereine überprüft werden.
Erfüllt ein Verein trotz vorgängiger Mahnung und Nachfrist die Bedingungen nicht, reagiert das Baspo pragmatisch. In solchen Fällen könne es zu einer Kürzung oder Verweigerung von Subventionen kommen, sagt die Sprecherin.
Vergangenes Jahr wurden rund 113,6 Millionen Franken an knapp 10'500 Organisationen verteilt.

















