Feuerwehrkommandant von Crans-Montana VS tritt Ende 2028 ab

Karin Aebischer
Karin Aebischer

Crans-Montana,

Was er gesehen hat, ist unvorstellbar. David Vocat war am 1. Januar in Crans-Montana einer der ersten vor Ort. Die schlimmen Bilder hallen bis heute nach.

sdf
David Vocat sagt, er brauche das Leben, nicht den Tod. Deshalb hat er eine Entscheidung getroffen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 41 Todesopfer und 115 Schwerverletzte forderte der Brand im «Le Constellation».
  • Die schrecklichen Bilder der jungen Brandopfer kommen bei Davic Vocat immer wieder hoch.
  • Der Feuerwehrkommandant von Crans-Montana hat deshalb einen Entschluss gefasst.

Seit 55 Jahren lebt Feuerwehrkommandant David Vocat in Crans-Montana.

Was er am 1. Januar 2026 beim Einsatz der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» durchgemacht hat, kann sich kaum jemand vorstellen. Ausser seiner Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls apokalyptische Szenen beobachteten.

«Was wir am 1. Januar erleben mussten, kommt immer wieder hoch», sagt Vocat sechs Monate nach dem tödlichen Feuer dem Sender RTS. Es sei für ihn extrem hart gewesen.

Nach der verheerenden Brandnacht wurden die Feuerwehrleute sofort psychologisch betreut.

Und sie hätten unzählige untersütztende Briefe, Zeichnungen und E-Mails erhalten. Das habe geholfen. «Die Solitarität war grossartig.»

Es gibt Lob – jetzt aber auch Kritik

Auch jetzt noch gäbe es Reaktionen. Manchmal würde man ihnen Bravo zurufen, dann wiederum würden die Feuerwehrleute kritisiert. «Das ist nicht einfach für uns», gesteht Vocat dem Sender.

Engagierst du dich in der Feuerwehr?

Er betont: «Ich bin stolz auf meine Leute. Und darauf, dass sie noch bei uns sind.»

Denn sie seien freiwillig in der Feuerwehr. Und sie hätten dort Sachen gesehen, die sie nie hätten sehen dürfen, so der nachdenkliche Feuerwehrkommandant.

Er hat für sich nun eine Entscheidung getroffen. Ende 2028 werde er aufhören als Feuerwehrkommandant von Crans-Montana. «Denn ich brauche das Leben, nicht den Tod

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Kommentare

User #4891 (nicht angemeldet)

Danke, danke. Es gibt keine Worte, die ausreichen. Wenn er und alle Feuerwehrleute sich nicht mit unvorstellbarem Einsatz in dieser entsetzlichen Katastrophe eingesetzt hätten .... Wie wäre da wohl die Bilanz der Toten, Verletzten? Meine allergrößte Hochachtung gilt jedem einzelnen der Feuerwehr. Dann dem Kommandanten und seinen Leuten zu danken. Sie haben alles gegeben.

User #1507 (nicht angemeldet)

Seine Teilschuld ist ja nicht bestritten. Er hätte sicher ein Veto einlegen müssen, da er die Begebenheit in der Verwaltung kannte und sicher auch Vorort als Gast etc. war!

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