Nur ein Walliser Seilbahnprojekt überzeugt den Bund
Der Bund unterstützt vorerst nur eines von sieben Walliser Seilbahnprojekten finanziell. Einzig die geplante Verbindung zwischen St-Maurice und Vérossaz erfüllt nach Einschätzung des Bundesamtes für Verkehr die Voraussetzungen für eine Mitfinanzierung.

Der Walliser Staatsrat Franz Ruppen (SVP), Vorsteher des Departements für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt, sieht den Entscheid dennoch positiv. «Für mich steht im Vordergrund, dass eine neue Verbindung gutgeheissen wurde», sagte er der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «Le Nouvelliste».
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) sei zum Schluss gekommen, dass derzeit einzig das Projekt St-Maurice-Vérossaz die bundesrechtlichen Kriterien ausreichend erfülle. Ausschlaggebend seien insbesondere das Kosten-Nutzen-Verhältnis und der Beitrag zum regionalen Personenverkehr.
«Diese Projekte sind nicht am Reissbrett entstanden. Sie entsprechen konkreten Bedürfnissen der betroffenen Gemeinden und Regionen», sagte Ruppen.
Keine Unterstützung des BAV erhielten die geplanten Verbindungen Conthey-Nendaz, Riddes-La Tzoumaz, Euseigne-St-Martin, Bramois-Nax, Vionnaz-Torgon und Vouvry-Miex.
Dass zumindest ein Projekt die Prüfung bestanden habe, bestätige grundsätzlich den eingeschlagenen Weg, sagte Ruppen. Innovative Mobilitätslösungen zwischen Talebene und Berggebieten zu prüfen, sei sinnvoll. Die Beurteilung des Bundes zeige nun, welche Projekte einen Schritt weitergehen könnten und welche noch überarbeitet werden müssten.
Der Kanton will die Schlussfolgerungen des BAV bis Ende Sommer gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden im Detail analysieren. Für jedes Projekt soll geklärt werden, welche Perspektiven bestehen und ob sich eine Weiterverfolgung lohnt.










