Ignazio Casis trifft sich im März mit EU-Kommissar Maros Sefcovic. Die Sondierungsgespräche mit der EU seien im Endspurt.
sefcovic
Maros Sefcovic, Vizepräsident der EU-Kommission, will ein klares Signal, dass die Schweiz es mit neuen Verhandlungen ernst meint. Es gebe ein Vertrauensproblem, sagte Sefcovic. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/John Thys

Das Wichtigste in Kürze

  • Cassis wird im März den für die Schweiz zuständigen EU-Kommissar treffen.
  • Laut dem Aussenminister erbrachten die Gespräche auf technischer Ebene Fortschritte.
  • Das Treffen wird in der Schweiz stattfinden.
Ad

Der für die Schweiz zuständige EU-Kommissar Maros Sefcovic wird im März in der Schweiz mit Aussenminister Ignazio Cassis zusammentreffen. Das bestätigte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag. Sefcovic folgt im März einer Einladung an die Universität Freiburg.

Gemäss Cassis sind die Sondierungsgespräche mit der EU über das bilaterale Verhältnis im Endspurt. Wie der FDP-Bundesrat am Samstag an der Delegiertenversammlung seiner Partei sagte, erbrachten die Gespräche auf technischer Ebene Fortschritte.

Cassis: Ukraine-Krieg lässt Europa näher zusammenrücken

Nun gehe es um ein Fundament, auf welchem der Bundesrat über ein neues Verhandlungsmandat für ein institutionelles Rahmenabkommen entscheiden könne. Laut dem Aussenminister liess der Krieg in der Ukraine Europa seit einem Jahr näher zusammenrücken.

Aussenminister Ignazio Cassis in Bern im Gespräch mit Nau.
Aussenminister Ignazio Cassis in Bern im Gespräch mit Nau. - Nau

Dies habe andere Probleme relativiert, etwa diejenigen in der Beziehung der Schweiz zur EU. «Gelöst sind die Probleme damit aber nicht», sagte Cassis. Die Schweizer Staatssekretärin Livia Leu führte nach dem Abbruch der Verhandlungen für ein institutionelles Rahmenabkommen durch den Bundesrat bisher sieben Sondierungsgespräche in Brüssel, das letzte am 20. Januar.

Einladung im Mai «goldene Gelegenheit»

Die schwedische EU-Präsidentschaft lud am Weltwirtschaftsforum in Davos die Schweiz erstmals zu einem informellen Treffen der europäischen Aussen- und Verteidigungsminister im Mai ein. Cassis wertete das damals als «goldene Gelegenheit» und «nicht zu unterschätzendes Signal».

Die Schweizer Politik drängt auf die Verabschiedung eines Verhandlungsmandats bis Mitte 2023. Im Frühjahr 2024 sind Neuwahlen für das EU-Parlament, anschliessend wird eine neue EU-Kommission eingesetzt. Die Schweiz müsse noch mit der aktuellen EU-Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen ein Verhandlungsergebnis paraphieren, lautet die Forderung.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

Ursula von der LeyenRahmenabkommenIgnazio CassisUkraine KriegBundesratParlamentKriegFDPEU