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    Dreiste Bettelmasche in den SBB-Schnellzügen: «Kein eigenes Haus»

    Sina Barnert
    Sina Barnert

    Brugg,

    In den Zügen der SBB gilt ein Bettelverbot. Dennoch versuchen es einige mit einer dreisten Masche und klagen: «Ich habe zwei Kinder und kein eigenes Haus.»

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    An Bahnhöfen und in Zügen der SBB ist das Betteln eigentlich verboten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SBB verbietet das Betteln in Zügen und an Bahnhöfen eigentlich.
    • Doch trotzdem wird teils dreist gebettelt – und gar betrogen.
    • Nun klagt in Brugg AG gar eine Bettlerin darüber, dass sie kein Haus besitzt.

    In der Schweiz kennt man das Phänomen der zudringlichen Bettelmaschen im Vergleich zum Ausland noch wenig.

    Doch auch hierzulande sorgen die Betteltricks für immer mehr Furore. Auch an Bahnhöfen und in Zügen werden diese immer häufiger – obwohl Betteln dort verboten ist.

    Nau.ch hat erst im Herbst über eine solche Bettelmasche berichtet. In dieser wurden auf Nastüechlipäckli Zettel ausgelegt.

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    Die SBB verbietet es – darum versuchen Bettler diese Taschentuch-Strategie, um nicht erwischt zu werden. - Reddit / lkusmir

    Auf Englisch stand dort zu lesen: «Ich habe ein einjähriges Kind und brauche Hilfe beim Bezahlen der Miete.»

    Zudem werden am Bahnhof vermeintlich Rosen an Passantinnen und Passanten verschenkt. Doch wer sie annimmt, dem werden teils horrende Geldforderungen gestellt.

    Am Bahnhof in Baden reingelegt

    Bei solchen Tricks wird auch vor Kindern und Jugendlichen kein Halt gemacht. Das musste auch die 16-jährige Tochter des bekannten Kommunikationsprofis Ferris Bühler in Baden AG erleben.

    Betrug SBB
    Vater Ferris Bühler hat seiner Tochter 40 Franken gegeben, nachdem sie am Bahnhof Baden um das Geld betrogen wurde. - zVg

    Denn: Sie wurde von einer Frau, die angeblich einen Schlafplatz suchte, um ihr gesamtes Trinkgeld gebracht.

    40 Franken gab sie der Frau, die am Bahnhof um Geld bat und ihr versprach, es zurück zu twinten. Was Bühlers Tochter aber erst nach dem Verschwinden der Frau merkte: Die Nummer, die die Frau ihr gegeben hatte, war ein Fake.

    Bettelmasche im Zug der SBB: «Ich besitze kein Haus»

    Zurück zu den für den Verkauf ausgelegten Nastüechli in Zügen der SBB. Eine besonders dreiste Variante dieser Masche ist nun in der Region Brugg aufgetaucht, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

    Auf dem auf die Nastüechli gelegten Zettel steht nun: «Ich habe zwei Kinder. Bitte helfen Sie mir, so gut Sie können.»

    Denn: «Ich besitze kein Haus und wohne in einer Mietwohnung.» Ein dreister Bettelspruch, wenn man bedenkt, dass in der Schweiz nur 36 Prozent der Menschen ein Eigenheim besitzen und nicht zur Miete wohnen.

    Kurz darauf kehrte die Frau mit gezücktem Handy zurück. Und sammelte die Nastüechli bei allen ein, die nichts bezahlen wollten. Noch ehe das Personal der SBB auftauchte, war sie bereits aus dem Zug verschwunden.

    Die SBB erstattet im Wiederholungsfall Anzeige

    Gegenüber Nau.ch erklärt die SBB zum Betteltrick mit den Nastüechli bereits im November: «Dass Zettel und Objekte zum Verkauf hingelegt werden, ist nicht neu.»

    Man weise bettelnde Personen konsequent weg. Im Wiederholungsfall werde gar eine Anzeige erstattet, lässt die SBB in der «Aargauer Zeitung» verlauten.

    Findest du es richtig, dass Betteln in Zügen und an Bahnhöfen verboten ist?

    Man empfehle Passagieren sowie Passantinnen und Passanten, bei bettelnden Menschen die Transportpolizei zu rufen.

    Zudem verfüge die SBB über 26'000 Videokameras in Zügen. Auch mit ihnen überwache sie das Geschehen zum Schutz der Fahrgäste.

    Kommentare

    User #1024 (nicht angemeldet)

    Haben wohl eine gute Lobby in Bern.

    User #5202 (nicht angemeldet)

    Das Bettelverbot im Öv und dessen Arealen gilt für ALLE!

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