Kind ruft Polizei – wegen gequälter Katze auf Pausenplatz
In Windisch AG sollen Kinder eine Katze auf dem Schulhausplatz gequält haben. Die Kantonspolizei bestätigt, dass es einen Vorfall gegeben hat.

Das Wichtigste in Kürze
- In Windisch AG sorgt ein Facebook-Beitrag über eine gequälte Katze für Empörung.
- Die Kapo Aargau bestätigt einen Vorfall am 9. Juni beim Schulhaus Dohlenzelg.
- Ein Kind alarmierte die Polizei.
- Schule und Polizei verweisen auf widersprüchliche Darstellungen und laufende Abklärungen.
Am frühen Abend des 9. Juni soll es auf dem Schulhausplatz Dohlenzelg in Windisch AG zu einem Vorfall mit einer Katze gekommen sein.
In einer lokalen Facebook-Gruppe wird der Fall als mutmassliche Tierquälerei geschildert. Der Beitrag sorgt seither für Furore.
Laut dem Beitrag sollen mehrere Kinder auf das Tier gesessen und es an einem Bein hochgezogen haben. Andere Anwesende hätten dabei ein Knacken gehört.
Danach sei die Katze humpelnd davongelaufen.

Ein Kind alarmierte daraufhin die Polizei. Die Kantonspolizei Aargau bestätigt gegenüber Nau.ch, dass ihr der Vorfall bekannt ist. Man müsse nun herausfinden, «was sich genau zugetragen hat».
Kapo klärt Vorfall ab
Wie der Vorfall genau abgelaufen ist, sei derzeit unklar. «Das ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen», sagt Kapo-Sprecherin Kathrin Wettstein zu Nau.ch.
Auch das Alter des Kindes, das die Polizei alarmierte, wurde nicht erfasst.

Die Polizei führte vor Ort Befragungen durch. Im Polizeiprotokoll ist laut Wettstein jedoch nicht vermerkt, dass die Katze am Einsatzort angetroffen wurde.
Nun werde abgeklärt, ob es sich um ein Missverständnis handle oder was tatsächlich vorgefallen sei.
Wut in Facebook-Gruppe
In der Facebook-Gruppe reagieren viele Nutzerinnen und Nutzer empört. «Was für eine Erziehung ist das, unschuldige Tiere quälen», schreibt eine Frau.
Eine andere Person fragt, weshalb offenbar niemand eingegriffen habe.
Andere Kommentare fallen deutlich emotionaler aus. Eine Nutzerin schreibt: «Katzen haben auch Gefühle und ein Leben.» Auch die Eltern der beteiligten Kinder werden in den Kommentaren kritisiert.
Schulleiter mahnt zur Vorsicht
Schulleiter Roger Sigg hat auch schon vom Vorfall gehört. Auf Anfrage von Nau.ch sagt er jedoch, es gebe zwei Darstellungen, die sich widersprechen würden.

Nau.ch kontaktierte zudem drei Tierkliniken mit Notfalldienst in der Region. Keine von ihnen hatte im Zusammenhang mit dem Vorfall eine schwer verletzte Katze eingeliefert bekommen.
Die Verfasserin des Facebook-Beitrags erklärt auf Anfrage von Nau.ch, sie habe den Vorfall nicht selbst gesehen. Sie habe ein WhatsApp-Statusbild einer Freundin abfotografiert und in der Gruppe geteilt. Auch diese Freundin sei keine Augenzeugin gewesen, sondern habe die Schilderung von einer weiteren Person übernommen.
Ob die Katze tatsächlich gequält oder verletzt wurde, ist damit weiterhin offen.








